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Bibelleser-Brief AT – 24 – Joel / Jona

Bibelleser-Brief AT – 24 – Joel / Jona
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14.07.2025 | 20:00 – 21:30 Uhr (Link)

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Bibelleseplan

 


Mache dich auf, geh nach Ninive, in die große Stadt,
und verkündige ihnen die Botschaft, die ich dir sagen werde!“

Jona 3,2

Unsere Herausforderung

>> Joel und Jona <<

Bin ich wie Jona?


Liebe Bibel-Entdecker,


die Geschichte des Propheten Jona wirkt skurril.

Ein Prophet, …

  • der vor Gott wegläuft.
  • der während eines Hurrikans im Schiffsrumpf schläft.
  • der vom Fisch gefressen und wieder ausgespuckt wird.
  • der redet, und eine Großstadt tut Buße.
  • der sich über die Barmherzigkeit Gottes ärgert.


All das finden wir vereint in der Person Jona. Trotz seiner Kürze können wir aus den Versen dieses Buches eine ganze Menge für unser Leben lernen.

Wie oft …

  • laufen auch wir von Gott weg?
  • schlafen wir, während die Menschen in unserer Umgebung große Not leiden?
  • muss Gott auch uns tief erniedrigen, um uns von unserer Ich-Zentriertheit zu befreien?
  • haben wir allen Mut zusammengenommen, um die gute Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen? Vielleicht haben auch wir uns gewundert, dass die erwartete negative Reaktion ausblieb und unser Gegenüber tatsächlich ins Nachdenken kam.
  • haben wir uns darüber geärgert, dass es „bösen Menschen“ gut geht, ohne zu erkennen, dass auch wir selbst zu diesen „bösen Menschen“ gehören?


Mein Gebet für dich und mich ist, dass wir uns den Propheten Jona zum Vorbild nehmen. Nicht, dass wir sein Reden und Handeln kopieren, sondern dass wir erkennen, dass Gott einen Plan mit uns hat – genauso wie er einen Plan mit Jona hatte.

 

Laufe nicht vor Gott weg, sondern freue dich darüber, dass Gott den Sündern gnädig ist – auch dir und auch mir.



Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– (1) Der Prophet Joel


Zeit

ca. 835 bis 796 v. Chr.


1

Die Heuschreckenplage

2

Aufruf zur Umkehr

3

Ausgießung des Heiligen Geistes

4

Der Tag des Herrn


Der Dienst des Propheten Joel, dessen Name „der Herr ist Gott“ bedeutet, lässt sich am ehesten in die Zeit der chaotischen Herrschaft der Könige Joram, Ahasja, Athalja und Joas im Südreich sowie der Könige Joram, Jehu und Joahas im Nordreich einordnen.


Trotz ihrer Kürze schlägt die Prophetie Joels einen gewaltigen geistlichen Bogen: von seiner Gegenwart in der damaligen Zeit über die kommenden Gerichte in Israel bis zum Kommen des Messias. Dieser Bogen wird weiter gespannt über die Gründung der neutestamentlichen Gemeinde und das daran anschließende Gemeindezeitalter. Er endet mit der Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit, wenn er seine Feinde richten, sein Volk erlösen und es in die Herrlichkeit der neuen Schöpfung einführen wird.




1: Die Heuschreckenplage


Als Joel seinen Dienst antrat, herrschte in Israel eine Zeit, in der Gott Gericht ankündigen und vollziehen musste.


Der Prophet sah die Vision von den Heuschrecken. In der Bibel wird an verschiedenen Stellen von Heuschrecken berichtet. Beispielsweise bei den zehn Plagen in Ägypten (2Mo 10). Alles grüne Kraut und alle Bäume der Ägypter wurden abgefressen. Nur im Volk Israel gab es keinen Hunger, denn sein Wohnort Gosen blieb verschont. In unserem Kapitel ist jedoch das Volk Gottes selbst von der Plage bedroht.


Joel 1,4:Was der Nager (gazam) übrig ließ, das hat die Heuschrecke (arbe) gefressen, und was die Heuschrecke übrig ließ, das hat der Fresser (jelek) verzehrt, und was der Fresser verschonte, das hat der Verwüster (chasil) aufgefressen.



1. Deutungsmöglichkeit


Abgesehen von den Berichten der Könige-Bücher wissen wir historisch gesehen nicht viel über Naturereignisse in Joels Zeit. Es ist daher durchaus möglich, dass Gott das Land zu dieser Zeit durch eine oder mehrere Heuschreckenplagen züchtigen musste. Diese Plagen können sich innerhalb eines oder mehrerer Jahre ereignet haben.



2. Deutungsmöglichkeit


Im übertragenen Sinne könnten die Heuschrecken andeuten, dass das Land Israel immer wieder von fremden Heeren durchzogen und verwüstet werden wird. Genau das ist in der Geschichte Israels geschehen. Israel hatte nicht nur mit den Großmächten zu tun, sondern führte auch immer wieder Kriege und kleinere Scharmützel mit seinen Nachbarvölkern.


So wie der Prophet Daniel von vier Weltreichen spricht, bevor das Volk des Alten Bundes dem Messias begegnen und in sein ewiges himmlisches Reich eintreten kann, so spricht der Prophet Joel von vier Arten von Heuschrecken, bevor er nach der Aufforderung zur Buße (Kapitel 2) das Kommen des Heiligen Geistes und des Reiches Gottes ankündigt (Kapitel 3).




Am Ende des Kapitels spricht der Prophet von einer Zeit gewaltigen Elends im Volk und im Land. Es mangelt an allem, sowohl materiell als auch geistlich. Zunächst ruft Gott sein irdisches Volk Israel zur Umkehr auf. Doch auch wir als Christen leben heute, geistlich gesprochen, in ähnlichen Umständen. Wir sind umgeben von Menschen, denen es geistlich an allem fehlt. Auch wenn sie ihr Leben in dieser Welt organisieren, ist ihre Existenz doch von dem drohenden Gericht Gottes gekennzeichnet.




2: Aufruf zur Umkehr


In den Versen 1-11 werden die schrecklichen Verwüstungen beschrieben, die die Heuschreckenheere über das Land bringen werden. Auch hier finden sich deutliche Anklänge an den großen und abschließenden Tag des Herrn, der unser jetziges Zeitalter beenden wird und der durch die „Tage des Herrn“ im Verlauf der Heilsgeschichte vorgeschattet wird.


In den Versen 12-17 ergeht erneut der ernste Aufruf Gottes zur Umkehr, zum Fasten, zum Gebet und zum wahrhaftigen Gottesdienst, um das drohende Gericht abzuwenden. Jeder Einzelne im Volk, vom Größten bis zum Kleinsten, hat hierin seinen Anteil und seine persönliche Verantwortung. Die ganze Welt soll erkennen, dass der Gott Israels der einzige wahre Gott ist.


In den Versen 18-27 wird die Zusage der Hilfe Gottes mit Rettung, geistlicher und materieller Segnung sowie Wiederherstellung gegeben. Gott wirft die Feinde aus dem Norden ins Meer und lässt ihre Leiber verwesen (Vers 20). Am großen und letzten Tag des Herrn wird es schließlich zur Errettung der Gläubigen, zum Gericht über alle verlorenen Menschen und zur Wiederherstellung aller Dinge auf einer erneuerten Erde kommen.


Bevor diese neue Welt Gottes in sichtbarer Herrlichkeit geoffenbart wird, wird sie zunächst in geistlicher Form gegründet. Aus einem kleinen Anfang heraus entwickelt sie sich während der Gemeindezeit zu einem großen geistlichen Reich auf der ganzen jetzigen Erde. Über diese neue Gründung redet das dritte Kapitel des Buches Joel.




3: Ausgießung des Heiligen Geistes


Eines der wichtigsten Prinzipien für die Auslegung von Prophetie besteht darin, dass das Neue Testament die Unklarheiten und Schattenbilder des Alten Testaments erklärt. Wenn das Neue Testament das Alte Testament zitiert, dann müssen wir dies als deutliche Wegmarkierungen auf der prophetischen Straße der Heiligen Schrift erkennen.

 


Betrachten wir deshalb Joel 3 im Zusammenhang mit Apostelgeschichte 2, da dort Joel 3 fast vollständig zitiert wird. Dies wird uns zu einem klaren und grundlegenden Verständnis des gesamten Buches Joel nach Gottes Gedanken führen.


Apg 2,16-21: „Dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: 17 »Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben; 18 ja, auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen. 19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; 20 die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. 21 Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.«

 

In Apostelgeschichte 2 wird das Pfingstereignis beschrieben. Fünfzig Tage nach seiner Auferstehung und zehn Tage nach seiner Himmelfahrt sandte Jesus Christus den Heiligen Geist auf die Erde. Alle Gläubigen in Jerusalem empfingen den Heiligen Geist und wurden zu einer Gemeinde getauft.

 

An diesem Höhepunkt des Wirkens des Heiligen Geistes ergreift der Apostel Petrus das Wort. Er spricht über das gewaltige Ereignis, das gerade stattgefunden hat, und bezeichnet es in Apg 2,16 wie folgt:

 

Apg 2,16: „Dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist:

 

Die Prophetie Joels wurde demnach durch das Pfingstereignis und seine Folgen vollständig erfüllt. Der Geist kam nicht nur auf die Juden, sondern auf alles Fleisch. Alle Nationen haben Anteil an der Erlösung und werden in die Gemeinde Christi, in das Israel Gottes nach dem Geist und in die Familie der geistlichen Nachkommen Abrahams eingefügt.



 

4: Der Tag des Herrn


Am Ende des dritten Kapitels wurde uns die großartige Verheißung der Rettung auf Zion und im neuen Jerusalem gezeigt. Das nun folgende letzte Kapitel ist eine ausführlichere Auslegung dieser Verheißung. Es zeigt uns,

  • welcher Art die Rettung sein wird,
  • wie sie von Gott in der Zerstörung der Feinde seiner Gemeinde ausgeführt wird,
  • und wie sie in der endgültigen Ruhe und Glückseligkeit der Gemeinde im ewigen Zustand zur Vollendung gelangen wird.

 

In den Versen 1-8 wird geschildert, wie Gott mit den Feinden seines Volkes abrechnet und sie für all die Bosheiten und Grausamkeiten bestraft, die sie diesem Volk angetan haben. Alles kommt auf ihren eigenen Kopf zurück.


In den Versen 9-17 wird beschrieben, wie Gott kommen wird, wenn das Maß der Ungerechtigkeit aller Nationen voll ist. Es wird gezeigt, wie der Herr öffentlich erscheinen wird, um alle unbußfertigen Sünder zu richten und seinen treuen Dienern ewigen Trost zu spenden.


Die Verse 18-21 handeln von den ewigen Segnungen Gottes für sein erlöstes Volk, nachdem Gott mit allen Feinden abgeschlossen haben wird. Diese Segnungen sind für die Gemeinde Christi bereits jetzt in geistlicher Hinsicht Wirklichkeit geworden. In vollendeter Herrlichkeit werden sie in der neuen und ewigen Schöpfung offenbar, in der Gott mit seinem Volk wohnen wird.



– (2) Der Prophet Jona


Zeit

ca. 793 bis 758 v. Chr.

 

1

Jonas Flucht

2

Jonas Umkehr

3

Die Bekehrung Ninives

4

Jonas Ärger über Gottes Barmherzigkeit


Das Buch Jona („Taube“) steht an fünfter Stelle der abschließenden Reihe von Prophetenbüchern des Alten Testaments, die von den Juden in einer Buchrolle unter dem Titel „Die Zwölf“ zusammengefasst wurde. Jona war kein gedankenloser, pubertärer „Null-Bock-Prophet“, der wie ein kleiner Junge vor dem Wort Gottes davonlief. Er war vielmehr ein leidenschaftlicher Israelit, der mit dem Wort Gottes an ihn schwer zu ringen hatte.


Jona lebte zur Zeit der Herrschaft Jerobeams II. im Nordreich Israel. Er prophezeite, dass Jerobeam II. das Gebiet Israels durch Eroberungen wieder vergrößern würde (2Kö 14,23-24). So geschah es und er gewann vor den Augen des Volkes Autorität. Jona war Zeitgenosse der Propheten Hosea und Amos. Er wusste, dass diese den Untergang des Nordreichs und später auch des Südreichs vorhergesagt hatten. Aus den Prophetien wusste er ebenso, dass dieser Untergang des Nordreichs durch die Hand der Assyrer kommen würde.


Gerade in der Zeit der Schwäche Assyriens forderte Gott von dem Propheten, in die Hauptstadt Ninive zu gehen und die Stadt vor dem Untergang zu bewahren. Können wir uns vorstellen, was das für Jona bedeutete? Er entschied sich bewusst für Ungehorsam und persönliche Rebellion gegen Gott, weil er es nicht über sich brachte, den Todfeinden und kommenden Vernichtern seines eigenen Volkes das Leben zu retten.




1: Jonas Flucht


Der Auftrag Gottes ist zu viel für Jona. Wie soll er den Feinden seines eigenen Volkes eine Warnung zurufen, durch die sie gerettet werden könnten?

 

Jona 1,2:Mache Dich auf!


Jona macht sich tatsächlich sofort auf den Weg – allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Er geht nach Japho und steigt dort in ein Schiff nach Tarsis. Doch der Herr bringt einen Sturm. Dieser Sturm ist kein Zufall. Der Gott Israels ist der Gott des Himmels und der Erde, des Landes und des Meeres. Jona weiß von Anfang an, dass er diesen Sturm selbst verursacht hat. Er verkriecht sich im Unterdeck und versucht, die Situation zu verschlafen.


Die Seeleute an Bord sind Heiden aus verschiedenen Nationen. Zunächst schreit jeder von ihnen zu seinem eigenen Gott (Vers 5). Dann werfen sie Geräte ins Meer, um das Schiff zu erleichtern. Jona schläft. Der Kapitän geht zu ihm und weckt ihn (Vers 6). „Steh auf, Jona, und rufe auch deinen Gott an!“ Die heidnischen Seeleute beginnen zu ahnen, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt. Er erzählt ihnen alles, was sein Gewissen belastet. Die Leute sind erschrocken vor diesem mächtigen Gott (Vers 10).


Ab Vers 11 suchen sie nach einer Lösung. Doch der Sturm tobt immer heftiger. Jona sagt ihnen, dass er selbst ins Meer geworfen werden muss, damit der Sturm aufhört. Er ist der Auslöser für den Sturm, denn Gott züchtigt diesen „Mann Gottes“, der auf persönliche Abwege geraten ist. In dieser Situation erkennen die Matrosen das Prinzip, dass ein Mensch für viele sterben muss, damit nicht alle umkommen. Auch die Christen haben es erkannt, zu ihrer Rettung und zum Heil.


Und so werfen sie Jona ins Meer (Vers 15). Sofort wird der Sturm still.




2: Jonas Umkehr


Jona treibt im Meer. Sein sicherer Tod steht bevor. Nach menschlichem Ermessen ist er verloren. In diesem Augenblick erscheint ein großer Fisch als Rettungsboot Gottes. Gott gibt dem Tier den Befehl, und es verschluckt den Propheten. Damit ist der Fisch gehorsamer als der trotzige Prophet.


Für Jona bedeutet dies einerseits die Rettung vor dem sicheren Tod. Andererseits ist es der schrecklichste Abgrund, das absolute Grauen! Der Prophet durchlebt hier nichts anderes als die Erfahrung, bei lebendigem Leibe begraben zu sein. Durch diese Situation wird Jona zu einer persönlichen Umkehr gebracht. Er betet demütig zu Gott. Er erkennt und bekennt die Unsinnigkeit seines bisherigen Denkens und Handelns.


Gott gebietet dem Fisch, und dieser speit Jona an Land. Wir dürfen davon ausgehen, dass Jona an derselben Küste ankommt, von der aus er in See gestochen ist. Nach drei Tagen kehrt Jona für die Augen der Welt an Land zurück, so wie der Herr nach drei Tagen wieder lebendig erschien. Beide waren für drei Tage verschwunden und kamen dann wieder zurück. Dies ist das Zeichen des Jona.

 

Mt 12,39-40: „Er aber erwiderte und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona. 40 Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.




3: Die Bekehrung Ninives


Gott erteilt Jona erneut den Auftrag, nach Ninive zu gehen. Diesmal diskutiert Jona nicht, sondern gehorcht und macht sich auf den Weg. Dort angekommen, verkündet er eine kurze und klare Botschaft:

 

Jona 3,4: „Noch 40 Tage, und Ninive wird zerstört!

 

Aus außerbiblischen Quellen ist bekannt, dass es in der „Großregion Ninive“ zu dieser Zeit eine relativ kurzfristige Abfolge von Zwischenkönigen gab. Außerdem kam eine schwere Hungersnot über das Land, gefolgt von einer Sonnenfinsternis. Diese Ereignisse zusammengenommen verursachten äußerste Verunsicherung und Angst. Die Assyrer glaubten an ihre Naturgötzen und fürchteten den Untergang ihrer Stadt.


Gerade zu dieser Zeit erscheint der Prophet Jona und verkündet seine Botschaft. Er kündigt genau diesen befürchteten Untergang an. Das alles ist zu viel für die Menschen von Ninive und ihren König. Das Prophetenwort schlägt ein wie eine Bombe! Gott lenkt die Umstände und hat in seiner Weisheit alles für die Bekehrung der Stadt vorbereitet. Die 120.000 Niniviten, „die ihre rechte Hand nicht von ihrer linken unterscheiden können“, kehrten um.




4: Jonas Ärger über Gottes Barmherzigkeit

 

Der Zorn des Herrn ist besänftigt und er lässt Ninive nicht untergehen. Das Prophetenwort wurde unmittelbar und hundertprozentig erhört. Damit gehört Jona zu den erfolgreichsten Propheten der gesamten Bibel. Jeder christliche Evangelist wäre überwältigt, wenn er in seinem Dienst einen solchen Moment erleben könnte.


Nicht so Jona. Ihm missfällt, dass sich die gesamte Stadt bekehrt hat und von Gott verschont wird. Seine Botschaft hat genau die Stadt gerettet, die Israel in der Zukunft zerstören wird. Jona ist zornig. Seine „Umkehr“ im Bauch des Fisches war offensichtlich nur emotional und somit wertlos. Er kann nicht akzeptieren, dass Gott diesen Heiden Gnade schenkt, und möchte lieber sterben. Gott stellt ihm die kurze Frage:


Jona 4,4:Ist es recht, dass du so zornig bist?


Zusätzlich erteilt er Jona eine wichtige Lektion: Gott lässt eine schattenspendende Staude wachsen (Vers 6). Darüber ist Jona sehr erfreut. Dann schickt Gott einen Wurm, der die Staude verdorren lässt (Vers 7), und einen heißen Ostwind (Vers 8). Jona will zum zweiten Mal sterben. Und Gott stellt zum zweiten Mal die Frage:


Jona 4,9: „Ist es recht, dass du so zornig bist wegen des Rizinus?


Die Antwort Jonas ist diesmal noch enttäuschender. Er will lieber untergehen, als den Nationen das Heil Gottes zu gönnen. Jona hat Mitleid mit einer Pflanze, verdammt aber die Menschen. Gott hat Mitleid mit den Menschen und lässt die Pflanze verdorren. Wie weit ist Jona von der Gnade entfernt, obwohl er doch selbst so unendlich viel Gnade erfahren hat! Er ist verfinstert am Herzen und am Verstand. Wir wissen nicht, ob Jona in seinem späteren Leben noch umgekehrt ist. Wir dürfen es aber hoffen.

 



Gibt es auch in Deinem Leben und Deinen Gedanken Menschen, denen Du dieses Heil nicht gönnst? Würdest Du Dich weigern, ihnen das Evangelium zu verkünden, wenn Du ihnen gegenüberstehst? Unser Fleisch ist sündig, daher ist es zu solchem Denken durchaus in der Lage. Wir haben aber auch den Heiligen Geist, der uns die Kraft gibt, das Fleisch mehr und mehr zu besiegen. Der Geist versetzt uns in die Lage, unsere Nächsten so zu lieben, wie Gott die Menschen liebt.


 – Kurzvideo –

– Zoom-Meeting –

14.07.2025 |  20:00 – 21:30 Uhr  |  Thema: 2. Könige

 

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