Sie sind nicht verbunden. Der Newsletter enthält möglicherweise Benutzerinformationen, sodass diese möglicherweise nicht korrekt angezeigt werden.

Bibelleser-Brief AT – 25 – Amos

Bibelleser-Brief AT – 25 – Amos
logo_acymailing_step_email.png

Zoom-Meeting

14.07.2025 | 20:00 – 21:30 Uhr (Link)

 Download

Bibelleseplan

 


Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen!

Amos 4,12

Unsere Herausforderung

>> Der Prophet Amos <<

Wenn der Löwe brüllt


Liebe Bibel-Entdecker,


wir können uns die Situation lebhaft vorstellen. Amos steht im Nordreich Israel beim Götzen-Heiligtum in Bethel und ruft seine Botschaft in die Menge. Da er kein Mikrofon zur Stimmverstärkung hat, muss er brüllen wie ein Löwe.

 

Sofort läuft die Menschenmenge zusammen und hört gebannt den Gerichtsworten des Propheten zu.

  • Zunächst schildert er das Gericht über Syrien und besonders über die Stadt Damaskus (1,3).
  • Dann sind die Philister an der Reihe (1,6).
  • Danach Tyrus (1,9).
  • Anschließend kommt das Gerichtswort gegen Edom, den schlimmsten Feind seines Brudervolkes Israel (1,11).
  • Auch den Ammonitern kündigt er ein Gericht an (1,13).


Die Zuhörer sind an diesem Punkt der Rede des Propheten hellauf begeistert. „Endlich einmal ein guter Prophet! Er verkündet das kommende Gericht über all unsere Feinde, die uns seit Jahrhunderten bedrängen.“ Nun sind die Moabiter an der Reihe (2,1).


Doch plötzlich werden die Zuhörer nachdenklicher. „So spricht der Herr!“. Nun geht es nämlich gegen Juda (2,4). Moment mal, der Prophet kommt doch selbst aus Juda und redet hier gegen sein eigenes Volk? Die Einschläge kommen schon deutlich näher.


Jetzt ist es soweit. Der Löwe hat zuerst ein paar Mal gebrüllt und jetzt packt er zu.

 

Amos 2,6:So spricht der Herr: Wegen drei oder vier Übertretungen von Israel werde ich es nicht abwenden.

 

Unter den Zuhörern entsteht zunächst eine Schockstarre, die dem Propheten die Gelegenheit gibt, seine Botschaft unwidersprochen zu verkündigen. Die Menschen sind für einen Augenblick erschrocken und gelähmt.


 

Mögen auch wir Gottes Wort ernst nehmen und erkennen, wann er seine Worte genau an uns richtet.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Der Prophet Amos –


Zeit

760–750 v. Chr


1-2

Warnruf gegen die Nationen

3-6

Warnruf gegen das Nordreich Israel

7-9

Gericht und Wiederherstellung Israels


Das Buch des Propheten Amos („Last“, „Lastträger“) ist weniger stark heilsgeschichtlich ausgerichtet als andere Prophetenbücher. Es betont vielmehr die Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit, die auf das kommende Gericht zusteuerte. Insofern hat es auch uns heute einiges zu sagen.


Amos war ein Zeitgenosse von Jona, Hosea und Jesaja. Er begann seinen Dienst zur Zeit der Könige Ussija von Juda und Jerobeam II. von Israel. Er stammte aus dem Dorf Tekoa im nördlichen Gebiet Judas, das nur etwa 20 Kilometer von der Grenze des Nordreichs entfernt lag. Obwohl Amos ein jüdischer Prophet war, wurde er berufen, seine Botschaft vor allem den Nordstämmen Israels zu überbringen.

 

Politisch war es eine Zeit des Wohlstands unter der langen und sicheren Herrschaft Jerobeams II., der eine bedeutende Rückeroberung des israelitischen Territoriums unternahm. Die ständige Bedrohung durch das assyrische Reich war zu dieser Zeit geringer, da dessen Hauptstadt Ninive aufgrund der Predigt des Propheten Jona Buße getan hatte. Geistlich war es jedoch eine Zeit zunehmender Verdorbenheit und moralischen Verfalls.

 


1-2: Warnruf gegen die Nationen


Gott berief Amos zum Dienst und schickte ihn zuerst nach Bethel, das etwa 25 Kilometer entfernt lag. Dort stand eines der beiden Kälber Jerobeams I. Die Prophetie des Amos war ein Warnruf, ein Brüllen des Löwen von Juda aus dem Heiligtum in Jerusalem. Der Vers aus Kapitel 1,2 steht in unverkennbarem Zusammenhang mit Kapitel 3,7-8.

 

Amos 1,2: „Der HERR wird brüllen aus Zion und seine Stimme erschallen lassen von Jerusalem her.

 

Amos 3,7: „GOTT, der Herr, tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.

 

Der Löwe brüllt, bevor er sich auf seine Beute stürzt. Der Herr möchte retten, denn er warnt ernstlich und wiederholt, bevor er richten muss. Ein solches „Brüllen des Löwen“ finden wir in den Kapiteln 1 und 2.


Auf Geheiß Gottes kommt Amos nach Bethel und verkündet dort seine erste Botschaft, die wir in der Einleitung bereits besprochen haben. Die ersten Warnrufe galten sechs umliegenden Nationen, die letzten Warnrufe galten Juda und Israel.

 

Jede Gerichtsankündigung wird mit den Worten eingeleitet: „Wegen drei und wegen vier Übertretungen …“ Diese Redewendung ist nicht mathematisch zu verstehen. Sie bedeutet, dass das Maß voll, ja, mehr als voll ist. Heute würde man vielleicht sagen: „Sie haben das Fass zum Überlaufen gebracht.“

Wir können uns vorstellen, wie die Stimmung der Zuhörer an diesem Tag innerhalb kurzer Zeit von Interesse über Euphorie bis hin zu Schock umschlägt.




3-6: Warnruf gegen das Nordreich Israel

 

Ab Kapitel 3 klagt Amos gezielt die Missstände im Nordreich Israel an. Während Gott die Heiden aufgrund ihrer geistlichen Unkenntnis milder beurteilen kann, muss er mit seinem Volk Israel hart ins Gericht gehen. Ihm hat er seine Aussprüche am Berg Horeb kundgetan. Israel trägt somit eine größere Verantwortung und wird von Gott strenger gezüchtigt. Das ist ein biblisches Prinzip:


Luk 12,48: „Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern.“


In den Versen 3-8 stellt Amos sieben Ursache-Wirkung-Fragen, die darin gipfeln, dass jedes Unglück in der Stadt vom HERRN verursacht wird. Das Gericht Gottes über Israel sollte sie also nicht überraschen, denn Gott hat es zuvor durch seine Propheten verkündet.

Amos 3,6b: „Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht gewirkt hat?

 

In Kapitel 4 fordert Gott das Volk spottend auf, seinen Götzendienst fortzusetzen.

 

Amos 4,4: „Geht nur nach Bethel und sündigt, und in Gilgal sündigt noch mehr!

 

Das Volk hat Mangel an Brot erduldet (4,6), dazu Trockenheit (4,8), GetreidebrandVergilben und Heuschrecken (4,9), Pest und Krieg (4,10) sowie weitere Katastrophen (4,11). Weil all dies sie nicht zur Buße leitete, sollte sich Israel jetzt darauf vorbereiten, Gott selbst zu begegnen.


Amos 4,12b: „Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel!


In Kapitel 5 klagt der Prophet über Israels Niedergang. Nur einer von zehn Soldaten wird verschont bleiben (5,3). Erneut ruft Gott das Volk zur Umkehr auf:

 

Amos 5,6: „Sucht den HERRN, so werdet ihr leben!


Amos fordert seine Zuhörer dazu auf, das „Gute und nicht das Böse“ zu suchen (5,14). Um vom kommenden Gericht verschont zu werden, muss das Volk sein Handeln radikal ändern. Denn im jetzigen Zustand stellt Gott das folgende Zeugnis aus (5,21-23):

  • Ich hasse eure Feste.
  • Ich habe kein Wohlgefallen an euren Brandopfern.
  • Ich mag eure Lieder nicht hören.


In Kapitel 6 klagt Amos die Reichen und Vornehmen an. Aufgrund ihres Hochmuts und ihres ausschweifenden Lebensstils werden sie „an der Spitze der Weggeführten in die Gefangenschaft wandern“ (6-7).

 

 

 

7-9: Gericht und Wiederherstellung Israels


Die Kapitel 7 bis 9 sind prophetisch ausgerichtet. Darin kündigt Gott dem Nordreich Israel Gericht und Wiederherstellung an.

 

In Kapitel 7 steht zunächst die Fürbitte des Propheten im Angesicht des kommenden Gerichts im Mittelpunkt. Amos hat die Vision einer Heuschreckenplage und die Vision eines Feuergerichts. Auf beide Gerichte antwortet der Prophet mit Fürbitte für Israel. Gott reagiert auf die Fürbitte und zieht das Gericht zurück. Bei der dritten Vision mit dem Senkblei ist es jedoch anders. Gott zeigt sie dem Propheten lediglich und teilt ihm anschließend mit, dass er zum Gericht entschlossen ist.

 

In Kapitel 8 zeigt Gott Amos in einer Vision einen Korb mit reifen Früchten. Gott gibt auch direkt die Auslegung dieser Vision.

 

Amos 8,2b: „Die Zeit ist reif geworden für mein Volk Israel; ich werde künftig nicht mehr [verschonend] an ihm vorübergehen!


Gott wird die bösen Taten Israels nicht vergessen (8,7). Doch er sieht hinter dem Strafgericht bereits die zukünftige Umkehr des Volkes.

 

Amos 8,11: „Siehe, es kommen Tage, spricht GOTT, der Herr, da werde ich einen Hunger ins Land senden; nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, das Wort des HERRN zu hören.


Israel kann dem Gericht zwar nicht entgehen (9,2), aber ein Überrest wird gerettet werden (9,8). Mit diesem Überrest wird Gott „die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten“ (9,11), das heißt, er wird Israel wieder zu dem Glanz zurückbringen, den es unter König David hatte.


 – Kurzvideo –

– Zoom-Meeting –

14.07.2025 |  20:00 – 21:30 Uhr  |  Thema: Joel / Jona

 

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden (auf dem Smartphone wirst du ggf. zum Download der Zoom-App aufgefordert). Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden (auf dem Smartphone wirst du ggf. zum Download der Zoom-App aufgefordert).

 


 

 

https://kostenlosebibel.de/zoom

 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein, damit das Gespräche persönlicher wird und wir uns leichter ansprechen können.

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.

Vom Newsletter abmelden: Abmelden