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Bibelleser-Brief AT – 26 – Hosea

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14.07.2025 | 20:00 – 21:30 Uhr (Link)

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Bibelleseplan

 


Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, gerne will ich sie lieben;

denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt.

Hosea 14,5

Unsere Herausforderung

>> Der Prophet Hosea <<

Gottes Liebe zum Volk Israel


Liebe Bibel-Entdecker,


Hosea hatte ein tragisches Familienleben. Gott gab ihm den Auftrag, eine Frau zu heiraten, die ihm untreu sein würde. Hosea liebte seine Frau Gomer, und gemeinsam bekamen sie drei Kinder. Die Namen der Kinder waren als Botschaft an Israel gedacht. Bald darauf lief Gomer davon und wurde Prostituierte. Hosea liebte sie trotzdem und nahm sie wieder als seine Ehefrau zu sich. Allerdings musste sie zuvor eine Zeit der Reinigung durchlaufen.

 

Hoseas Ehe veranschaulicht die Beziehung zwischen Gott und Israel. Gott liebte Israel. Selbst als das Volk ihn verließ und anderen Göttern diente, liebte er es und wollte es als sein Volk zurückhaben. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen konnte Hosea gut erklären, wie sehr Gott wegen seiner Liebe zu seinem treulosen Volk litt. Er kritisierte den Götzendienst Israels scharf und rief das Volk zur Buße und zur Rückkehr zu Gott auf. Gott liebt sein Volk noch immer und will ihm Vergebung und Erneuerung schenken.


Bist auch du auf Abwege geraten? Dann darfst du wissen: Gott liebt auch dich und sehnt sich danach, wieder Gemeinschaft mit dir zu haben. Ergreifst du seine ausgestreckte Hand?

 

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

Zeit

755–710 v. Chr.



Wichtige Personen

 

Hosea

Prophet im Nordreich Israel. Seine Ehe spiegelt die Beziehung Gottes zu Israel wider.

Gomer

Hoseas Ehefrau, die Prostituierte wurde.

Ihre Kinder

Jesreel, Lo-Ruchama und Lo-Ammi. Die Namen veranschaulichen Gottes Beziehung zu Israel.



Kapiteleinteilung

 

1-3

Die untreue Frau

4-10

Gottes suchende Liebe

11-14

Buße ist noch möglich



Hosea (sein Name bedeutet „Heil“ oder „Rettung“ und ist eine alttestamentliche Form des Namens Jesus) und Jona sind die einzigen Propheten des Nordreichs, die ihre Prophezeiungen schriftlich festhielten. Hoseas Dienst umfasste einen Zeitraum von 45 Jahren. Er erlebte sieben Könige des Nordreichs Israel und vier Könige Judas. Er war ein Zeitgenosse Jesajas und Michas, die ausschließlich in Juda prophezeiten.


Hosea begann seinen Dienst in Israel während der letzten Tage Jerobeams II. Unter dessen Führung befand sich Israel trotz politischen Friedens und materiellen Wohlstands im moralischen und geistlichen Niedergang. Nach Jerobeams Tod folgte Anarchie und Israels Verfall beschleunigte sich. Bis Israel 20 Jahre später durch die Assyrer besiegt wurde, wurden vier der letzten sechs Könige Israels von ihren Nachfolgern ermordet.


Während dieser chaotischen Zeit redete Hosea im Namen Gottes. Er konzentrierte sich in seinen Prophetien auf Israels moralischen Niedergang und den Bruch der Bundesbeziehung zu Gott. Sein Leben verdeutlichte die Wahrheit seiner Botschaft. Er kündigte das bevorstehende Gericht an.




1-3: Die untreue Frau


Hosea 1,2: „Geh, erwirb dir eine hurerische Frau und Hurenkinder; denn das Land ist dem HERRN untreu geworden und hat sich der Hurerei hingegeben!


Der Prophet Hosea erhielt von Gott den Auftrag, eine „hurerische Frau“ zu heiraten. Viele Ausleger gehen davon aus, dass Gomer zum Zeitpunkt der Anweisung noch keusch war. Die Worte aus Hosea 1,2 können prophetisch aufgefasst werden, das heißt, Gomer wurde erst in der Zukunft zur Hure.


Somit setzte ihr unmoralisches Verhalten erst nach der Eheschließung ein. Diese Erklärung passt auch besser zu den Schilderungen in Hosea 2,15 und 9,10, in denen Israel als junge Frau beschrieben wird, die aus Ägypten kommt und später auf Abwege gerät.


In Kapitel 3 nimmt Hosea seine ehebrecherische Frau Gomer wieder zurück. Mit diesem Bild verdeutlicht Gott die Beziehung, die er zu seinem Volk Israel hat. An seiner Liebe zu seinem Volk hat sich die ganze Zeit über nichts geändert. Israel jedoch ist auf Abwege geraten und hat Gott den Rücken zugekehrt. Die Folge davon wird ein gerechtes Gericht sein. Dennoch sehnt Gott sich danach, dass sein Volk zu ihm umkehrt.


Hosea 2,1b: „Und es soll geschehen, an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: »Ihr seid nicht mein Volk«, da sollen sie »Söhne des lebendigen Gottes« genannt werden.


Gomer gebar Hosea drei Söhne. Die Namen der Söhne wurden von Gott bestimmt. Sie waren eine Botschaft an sein Volk Israel:

  • Jesreel (1,4; „Gott wird zerstreuen“) – ein Hinweis auf das, was der Herr bald mit dem Volk Israel tun würde.

  • Lo-Ruchama (1,6; „Nicht-Begnadigte“) – Israel würde kein Erbarmen mehr erfahren, sondern in die Gefangenschaft geschickt werden.

  • Lo-Ammi (1,9; „Nicht-mein-Volk“) – Gott sah Israel nicht mehr als sein Eigen an.




4-10: Gottes suchende Liebe


Die ersten drei Kapitel haben uns durch das Bild von Hosea und Gomer ein umfassendes Panorama von Gottes Heilshandeln mit Israel und der Welt vermittelt. In den folgenden Kapiteln werden wir uns mehr mit den konkreten Lebensumständen in Israel zur Zeit des Propheten befassen.


In Kapitel 4 führt Gott einen Rechtsstreit mit dem Volk (Verse 1-2). Das Volk lebt in jeder nur denkbaren Hinsicht in fortgesetztem Unrecht. Es hat die Erkenntnis aus eigenem Willen verworfen und geht deshalb zugrunde (Vers 6). Zunächst wollten sie die Wahrheit nicht erkennen, zuletzt können sie es nicht mehr. Sie gehen ins Gericht.


In den Versen 11-13 werden die Hauptprobleme angesprochen. Diese sind identisch mit den Hauptproblemen unserer Zeit. Auf welchem Gebiet die Götzen verehrt werden, spielt letztlich keine Rolle. Entscheidend ist das Prinzip: Abwendung von Gott und Hinwendung zu anderen Dingen.


In Kapitel 5 wird uns vor Augen geführt, dass die Sünde den Menschen von Gott trennt.

 

Hosea 5,4a: „Ihre Taten erlauben ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren.

 

Gott ruft Israel zur Buße (5,15). Die ersten Verse von Kapitel 6 sind Israels Antwort auf diesen Bußruf. Zunächst scheint die Buße echt und von Herzen kommend zu sein, bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass keine Sünde direkt bekannt wird. Daher muss Gott dem Volk weiterhin Vorhaltungen machen.


Hosea 6,6: „Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.


Das Volk hat den Bund mit Gott übertreten. In ihrem gottlosen Handeln bedenken sie nicht, „dass [Gott] an alle ihre Bosheiten gedenken wird“ (7,2). Immer wieder kommt in diesen Kapiteln die Liebe Gottes zu seinem Volk zum Vorschein.


Hosea 7,16b: „Ich möchte sie erlösen, aber sie reden Lügen gegen mich.


Genau wie die Menschen unserer Tage wenden sie sich in ihrer Not nach allen Seiten, „aber nicht nach oben“ (7,16). Kapitel 8 ist eine Warnung an das Nordreich, sich auf die Invasion der Assyrer vorzubereiten. Israel hat Wind gesät, nun wird es Sturm ernten (8,7). Sie bringen für Gott keine Frucht hervor, und Gott wird auch ihnen keine Frucht mehr geben. Aufgrund ihrer schlimmen Taten will Gott sein Volk aus seinem Haus, also aus dem Land Kanaan, vertreiben (9,15).


Hosea 9,3: „Sie sollen nicht bleiben im Land des HERRN, sondern Ephraim muss nach Ägypten zurückkehren und in Assyrien unreine Speisen essen.


Israel, einst ein üppiger Weinstock, ist nun leer, weil es seinen Wohlstand nur dazu benutzte, seinen Götzendienst auszuweiten (10,1). Auch in diesem Kapitel erschallt Gottes Ruf zur Umkehr.


Hosea 10,12b: „Pflügt einen Neubruch, denn es ist Zeit, den HERRN zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt!




11-14: Buße ist noch möglich


In Kapitel 11 blickt Gott zunächst auf die Jugendzeit seines Volkes zurück. Aus Liebe hat Gott Israel aus Ägypten gerufen. Doch je mehr Gott die Israeliten rief, desto mehr liefen sie den Götzen nach. Bereits auf den ersten Schritten ihres Weges begannen sie zu rebellieren und stellten in der Wüste ein goldenes Kalb her. Dennoch führte Gott sie in das Land und zog sie mit Seilen der Liebe auf ihre Weiden.


Die Geschichte der Nation Israel im Alten Bund war von Anfang bis Ende geprägt von Widerspenstigkeit, Unglauben, Ungehorsam und Götzendienst. Züchtigung folgte auf Züchtigung, und immer wieder erbarmte sich Gott, wenn das gezüchtigte und gedemütigte Volk zu ihm schrie. Gottes Herz wurde von diesen Gerichten tief bewegt, sein „ganzes Mitleid wurde erregt“ (11,8).


Hosea 11,9: „Ich will nicht handeln nach der Glut meines Zorns, will Ephraim nicht wiederum verderben; denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, als der Heilige bin ich in deiner Mitte und will nicht in grimmigem Zorn kommen.


Gott sehnt sich nach dem Moment der Wiederherstellung, in dem sein Volk auf seine Stimme hören und „zitternd vom Meer herbeieilen“ wird (11,10). Diese Prophetie hat sich in der neutestamentlichen Gemeinde erfüllt.


Israel schweift umher und schließt Bündnisse mit Assyrien und Ägypten (12,2). Doch es greift nach Wind, wenn es sein Überleben von diesen Völkern abhängig macht. Es gibt keine Alternative zu dem lebendigen Gott. Niemand liebt sein Volk so sehr wie er, und niemand außer ihm ist in der Lage, sein Volk aus jeder Situation zu retten.

 

Hosea 13,4: „Ich aber bin der HERR, dein Gott, vom Land Ägypten her, und außer mir kennst du keinen Gott, und es gibt keinen Retter als mich allein!

 

In Kapitel 14 ergeht erneut ein Aufruf zur Umkehr. Das Volk soll Buße tun, um den Segen Gottes zu erlangen. Gott will, dass die Götzen seines Volkes der Vergangenheit angehören. Der Prophet Hosea beendet seine Weissagung mit der Aussage, dass Weisheit und Erkenntnis darin liegen, den Wegen des HERRN zu folgen.

Hosea 14,5: „Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, gerne will ich sie lieben; denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt.

 

Hosea 14,10b: „Denn die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall.


 – Kurzvideo –

– Zoom-Meeting –

14.07.2025 |  20:00 – 21:30 Uhr  |  Thema: Joel / Jona / Amos

 

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