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Bibelleser-Brief AT – 28 – Jesaja 40-66

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Thema: 2. Könige

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Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen;

die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.

Jesaja 53,5

Unsere Herausforderung

>> Der Prophet Jesaja 40–66 <<

Woher weiß er das?


Liebe Bibel-Entdecker,


wie ist es möglich, dass Jesaja lange vor dem babylonischen Exil über diese Zeit und sogar die Zeit danach sprechen kann? Und wie kann er in den Kapiteln 58–66 sogar Aussagen über das Ende dieser Welt und den Anfang der neuen Schöpfung treffen?

 

Das ist nur möglich, weil Jesaja genau das weitergibt, was Gott ihm offenbart hat. Gott ist derjenige, der die Zukunft kennt und sie deshalb voraussagen kann.

 

Jes 42,9: „Siehe, das Frühere ist eingetroffen, und Neues verkündige ich; ehe es hervorsprosst, lasse ich es euch hören.

 

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick (40-66) –

Zeit

740 – 687 v. Chr.



Kapiteleinteilung

 

1–12

Weissagungen über Juda und Israel

1323

Weissagungen über verschiedene Heidenvölker

2427

Gericht und Wiederherstellung für das Land Israel

2835

Warnende Weissagungen über Israel und Juda

3639

Belagerung und Rettung Jerusalems unter König Hiskia

 

4048

Gott tröstet sein Volk und kündigt Rettung an

4957

Der Messias – der verworfene und leidende Knecht des Herrn

5866

Ausblick auf das messianische Friedensreich


Jesaja wird häufig als „die Bibel in der Bibel“ bezeichnet, da es 66 Kapitel hat – entsprechend der Anzahl der Bücher der Bibel. Wenn die ersten 39 Kapitel den 39 Büchern des Alten Testaments entsprechen, dann entsprechen gewiss die letzten 27 Kapitel den 27 Büchern des Neuen Testaments. Denn sie sind voll von Bildern des Messias Jesus.

Im zweiten Teil des Buches Jesaja blickt der Prophet auf die Rückkehr Judas aus der babylonischen Gefangenschaft und die Wiederherstellung ganz Israels beim Zweiten Kommen Christi voraus.




40–48: Gott tröstet sein Volk und kündigt Rettung an


Kapitel 40 beginnt mit einer Trostbotschaft für die zurückkehrenden Gefangenen. Während in den ersten 39 Kapiteln überwiegend Gericht verkündet wurde, liegt der Schwerpunkt jetzt auf Segen, mit etwas Gericht.

Jes 40,3-4: „Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden; was uneben ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, zur Ebene! 5 Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird sie sehen; denn der Mund des HERRN hat es geredet.

 

Ab jetzt wird der Titel „Knecht des Herrn“ immer stärker betont. Er kann dreierlei bedeuten: Entweder die ganze Nation Israel,der treue Überrest Israels oder die Person des Messias Israels. Jesaja wird scheinbar widersprüchliche Beschreibungen des Messias als Knecht des Herrn geben. Der leidende und sterbende Knecht wird dem siegenden und herrschenden Knecht gegenübergestellt.


Die Botschaft des Trostes setzt genau dort an, wo sie am dringendsten benötigt wird. In Kapitel 39,5-7 hat der Prophet dem König eine dunkle Zukunft unter der Herrschaft Babylons vorhergesagt. Momentan herrscht noch Assyrien und Babylon wird erst noch kommen. Gibt es denn überhaupt keine Hoffnung mehr? Geht es immer so weiter, ohne ein Licht am Ende des Tunnels? Nun endlich kommt Gottes Antwort. Es ist eine Botschaft des Trostes und der Erlösung für das Volk.


Die tatsächliche Erlösung wird jedoch noch lange auf sich warten lassen. Die babylonische Gefangenschaft wird kommen und erst mehr als 150 Jahre später unter Kyrus enden. Danach wird das Volk erneut abfallen. Erst nach fast 700 Jahren wird der geistliche und ewige Erlöser in Israel auftreten. Er wird das Volk nicht politisch befreien, sondern es durch die Vergebung der Sünden in das ewige Reich Gottes hineinbringen, das die neue Erde erfüllen wird. Gott selbst wird als Mensch in sein Eigentum kommen.


In Kapitel 42 erhalten wir einen ersten Einblick in die Lösung der Probleme des Volkes. Die Lösung ist der Knecht des Herrn, der Erlöser. Seht nicht auf eure Götzen, sondern auf ihn – und fürchtet euch nicht!


Jes 42,1: „Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt; er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen.


Jes 43,1b: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.


Gott wird sein Volk in einem zweiten Exodus nicht nur aus Babylon herausführen (politische Rettung), sondern es in einem geistlichen Exodus auch von seiner Blindheit befreien. Die politische Rettung wurde durch den persischen König Kyrus eingeleitet, der etwa 150 Jahre nach Jesaja den Wiederaufbau Jerusalems befahl.


Jes 44,28: „… der von Kyrus spricht: »Er ist mein Hirte, und er wird all meinen Willen ausführen und zu Jerusalem sagen: Werde gebaut!, und zum Tempel: Werde gegründet!«


Während in Kapitel 46 zunächst das Ende der Götzen von Babylon beschrieben wird, wird in Kapitel 47 der Fall der Stadt Babylon geschildert. Siebzig Jahre lang hat Juda in der Gefangenschaft ausgeharrt. Nun kommt endlich die Befreiung.


In Kapitel 48 redet Gott zu den in Babylon lebenden Gefangenen aus Juda. Nach dem Fall Babylons kehrte nur ein kleiner Teil des Volkes nach Israel zurück; denn der größte Teil hatte es sich nach siebzig Jahren in Babylon bequem gemacht. Die Rückkehrer bauten den Tempel und die Stadt zwar wieder auf, aber bereits nach dem Tod der Pioniere kam es zu erneutem geistlichem Verfall. Wegen ihrer Sünden mussten sie nach Babylon ausziehen. Sie kehrten genauso zurück, wie sie ausgezogen waren. Sie kamen zurück in das Land, aber nicht zurück zum Herrn.


Jes 48,22:Keinen Frieden, spricht der Herr, gibt es für die Gottlosen!




49–57: Der Messias – der verworfene und leidende Knecht des Herrn


In diesem Abschnitt steht der Messias im Mittelpunkt. In den Kapiteln 49–53 wird er als der leidende und von seinem Volk verworfene „Knecht des Herrn“ vorgestellt. In den Kapiteln 54–57 sehen wir ihn als Erlöser und Wiederhersteller.

 

In Kapitel 49 wird der Auftrag des Messias deutlich: Er soll Erkenntnis und Errettung bringen – sowohl für Israel als auch für die Heiden.

 

Jes 49,6: „Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!


Doch sein Volk nimmt die Botschaft nicht an. Das Volk, das den HERRN im Alten Testament verachtet hatte, verachtete Jesus im Neuen Testament (50,6). Der Messias lässt sich von den Angriffen jedoch nicht entmutigen und predigt weiterhin zu denen, die „mein Gesetz im Herzen tragen“ (51,7).

Er ruft Jerusalem zu: „Erwache! Erwache!“ (51,17) und „Wache auf! Wache auf!“ (52,1). Denn jetzt ist die Zeit gekommen, jetzt tritt der Messias auf. Denen, die auf ihn vertrauen, ruft Gott zu: „Weicht! Weicht!“ (52,13). Die Gläubigen sollen aus der Mitte der Übeltäter hinausgehen.


In Kapitel 53 erfahren wir den Grund, das Ausmaß und das Ergebnis des Leidens. Erst jetzt macht Jesaja deutlich, dass der Messias für die Sünden seines Volkes sterben wird. Wir erfahren etwas über den Tod und die Auferstehung des Messias.


Jes 53,6: „Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.


Es ist kein Zufall, dass Kapitel 54 mit dem Wort „Freue dich!“ beginnt. Nach Kapitel 53, in dem der Tod, das Begräbnis, die Auferstehung und die Erhöhung des Messias beschrieben werden, könnte kein Wort passender sein. Einen Augenblick hat sich Gott von seinem Volk abgewandt, nun aber will er sich ihm durch den Messias Jesus Christus „mit ewiger Gnade“ erbarmen (54,8).

Durch Jesus Christus hat Gott der Welt ein großartiges Gnadenangebot gemacht. Jetzt liegt es an jedem Menschen, dieses Angebot auch anzunehmen.

 

Jes 55,3+6: „Hört, so wird eure Seele leben!
Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist!

 

In Erwartung der Befreiung durch Gott werden die Verbannten aufgefordert, Recht und Gerechtigkeit zu üben und den Sabbat zu halten (Kapitel 56). Niemand wird von Gottes Königsherrschaft ausgeschlossen. Jeder, der bei Gott Zuflucht sucht, wird gerettet werden. Doch Gott wird Gericht üben über die Übeltäter (Kapitel 57). Auch dieser Abschnitt endet mit dem Vers.

 

Jes 57,21: „Keinen Frieden, spricht mein Gott, gibt es für die Gottlosen!


58–66: Ausblick auf das messianische Friedensreich


In den letzten neun Kapiteln des Buches Jesaja geht es um die endgültige Befreiung des Volkes.

  • Der Herr wird die Tränen trocknen (61,1–3).
  • Er wird die Bedränger des Volkes zu ihrem Ende bringen (62,8).
  • Er wird das Werk der Erlösung und der Rache ausüben (63,1–6).
  • Zuletzt wird das Volk in jeder Hinsicht völlig befreit sein. Das Volk Gottes in seiner Stadt wird der Mittelpunkt der neu geschaffenen Erde sein (65,17–25).


Wir werden sehen, dass damals wie heute das ungläubige Volk dem gläubigen und wartenden Überrest gegenübersteht:

  • Der damalige Überrest erwartete das Kommen des Messias, um erlöst zu werden und seine Sünden vergeben zu bekommen. Anschließend wollte er Gott verherrlichen.
  • Der heutige Überrest Gottes in der Welt, die Gemeinde Christi, ist bereits erlöst. Er erwartet das zweite Kommen mit der völligen Verherrlichung und der Gründung der neuen Erde.


Zunächst muss Jesaja jedoch erneut die Übertretungen des Volkes laut herausschreien (58,1). Denn das Volk betrieb eine falsche Religion und eine falsche Anbetung. Es sind Israels Sünden, die Gott davon abhalten, das Volk zu retten (59,2). Doch der Erlöser wird für diejenigen kommen, „die sich von den Übertretungen bekehren“ (59,20).


In Kapitel 60 wird die weltumfassende Stadt beschrieben, der Herr in seiner Stadt, die ganze Welt in dieser Stadt und die völlige Umwandlung Zions. Das Licht des Herrn geht über ihr auf (60,1). Geistlich gesprochen ist dies die Erfahrung der Umwandlung bei der Errettung. Der Herr erleuchtet die Finsternis der Welt und beginnt dabei mit seiner Stadt.

 

Die Söhne der neuen Stadt kommen aus der ganzen Welt zu ihr (60,4). Die Stadt platzt aus allen Nähten; die Ankommenden bringen ihre Schätze mit. Sie kommen nach Hause und verkünden alle das Lob des Herrn.


Jes 60,19 (vgl. Off 21,23): „Die Sonne wird nicht mehr dein Licht sein am Tag, noch der Mond dir als Leuchte scheinen, sondern der HERR wird dir zum ewigen Licht werden, und dein Gott zu deinem Glanz.

 

In Kapitel 61 rückt die Person des gesalbten Erlösers erneut in den Fokus. Es ist die fünfte Passage, in der der Messias als der "Knecht des Herrn" dargestellt wird (die vorherigen finden sich in den Kapiteln 42, 49, 50 und 53). Die Absicht seines ersten Kommens ist es, das Evangelium zu verkünden. In der Synagoge von Nazareth las der Herr die ersten anderthalb Verse. Nach der Tradition hätte er mindestens drei Verse lesen müssen, doch er las nur die Hälfte. Deshalb schauten alle verwundert auf ihn. Er erklärte daraufhin die Stelle. Das Gericht ließ er bewusst aus. Es wird kommen, wenn er zum zweiten Mal erscheint.


In Kapitel 62 redet der Gesalbte um Zions willen und will nicht schweigen. Er widmet sich einem unaufhörlichen Gebet und einer unaufhörlichen Tat zugunsten des noch immer nicht erlösten Zion.

 

Wenn der Herr wiederkommt, um seine Königsherrschaft aufzurichten, muss er zunächst seine Feinde vernichten. Genau davon handelt Kapitel 63. Der Herr kommt aus Edom, dem größten Feind des Volkes Gottes. Edom symbolisiert einerseits die Gesamtheit aller Nationen der Erde, die den Gläubigen entgegengestanden haben, und andererseits die Mächte des Satans. Das Gericht über Edom ist somit einerseits das Gericht über den Feind Gottes auf Golgatha und andererseits das Gericht über die gottlose Welt am Ende der Zeit.


Die Kapitel 63 und 64 bilden einen passenden Abschluss für den letzten Teil des Buches Jesaja sowie für das gesamte Werk. Das Gebet des sich Erinnernden (63,7–64,12) endet damit, dass das Volk des Herrn die kommende Heilung sehnlich erwartet.


Kapitel 65 beginnt mit dem Ruf an die Nationen (vgl. Römer 10,20). Der Messias wurde von den Heiden gefunden, doch das Volk Gottes im Alten Bund lehnte ihn ab (65,2). Gott wird für seine Kinder sorgen (65,13), ja sogar noch mehr.

 

Jes 65,17-18: „Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden; 18 sondern ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe; denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jubel und sein Volk zur Freude.


Gott wird seine ganze Schöpfung neu machen (vgl. Offenbarung 21). Die neue Schöpfung ist für die Ewigkeit ausgelegt. In Vers 18 wird die neue Schöpfung mit dem neuen Jerusalem gleichgesetzt.

 

Jes 65,24-25: „Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich [sie] erhören! 25 Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg!, spricht der HERR.

 

Im Einweihungsgebet für den ersten Tempel stellte Salomo die Frage: „Wohnt Gott wirklich auf der Erde?“ (1Kö 8,27). Die Antwort ist ja. Allerdings wird dies nicht auf dieser Erde geschehen. Gott wird kommen und in seinem ewigen Haus inmitten seines Volkes wohnen (66,1).


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