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Bibelleser-Brief AT – 31 – Zefanja

Bibelleser-Brief AT – 31 – Zefanja
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25.08.2025 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Micha, Nahum, etc.

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Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken.

Zefanja 3,17

Unsere Herausforderung

>> Der Prophet Zefanja <<

Auch Juda wird von Gott gerichtet


Liebe Bibel-Entdecker,


mitten in der Stadt, an einer belebten Ecke, steht ein Prophet mit einem Schild, auf dem die Aufschrift »Tut Buße, denn das Ende ist nahe« zu lesen ist. Die Menschen sehen das Schild, sind aber zu beschäftigt, um sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen. Und so schenken sie dem Propheten und seiner Botschaft keinerlei Beachtung. So können wir uns den Dienst Zefanjas vorstellen. Das Volk in Jerusalem ist weit von Gott und seinem Wort abgewichen. In ihren Augen ist Gott jemand, dem man keine Aufmerksamkeit schenken muss.

 

Doch auch wenn die Mehrheit der Juden den Propheten ignoriert, gibt es einzelne, die zu Gott umkehren. Durch den Dienst Zefanjas kam es unter König Josia in letzter Minute noch zu einer kleinen Erweckung. Nur wenige Jahre später wurde Juda von Babylon erobert und die Bevölkerung ging in die Gefangenschaft.

 

Auch wir Christen haben heute den Auftrag, das Evangelium in unserer Stadt, in unserem Land und weltweit zu verkünden. Jesus Christus ist gekommen, um für die Sünde der Welt stellvertretend in den Tod zu gehen. Der Weg zu Gott ist nun frei. Doch nur wenige tun auf unsere Verkündigung hin Buße und wenden sich voller Vertrauen Gott zu. Doch jeder einzelne, der sein Leben Jesus Christus anvertraut, darf wissen:

 

Zef 3,17: „Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken.

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.

 

Holger Volz

– Überblick –

Zeit

ca. 630 v. Chr.

 

Kapitel

Inhalt

1

Die Ankündigung von Gottes Gericht

2

Das Ausmaß von Gottes Gericht

3

Verheißung der Wiederherstellung

 


Zefanja („Der Herr schützt“) war ein Zeitgenosse von Jeremia und Habakuk. Er ist der einzige Prophet königlicher Abstammung (ein Nachkomme von König Hiskia). Er wirkte während der Regierungszeit Josias, des Königs von Juda. Zunächst war seine Botschaft sehr hart, doch am Ende betonte er die zukünftige Hoffnung für die Stadt und das Volk. Er musste das Volk und die Stadt in harten Worten anklagen und zur Umkehr aufrufen.


Josia war der frömmste König Judas. Als er an die Macht kam, litt Juda noch immer unter den Folgen der Regierung Manasses, des schlimmsten Königs von Juda. Josia tat sein Bestes, um das Volk wieder zu Gott zu führen. Doch das Volk ließ sich nicht mehr umstimmen. Zwar konnten Josias Reformen die religiösen Formen wiederherstellen, aber keine innere Veränderung bewirken.

 

In diesem Buch sehen wir, was passiert, wenn Gott Bilanz zieht. Das Südreich Juda musste für seinen Götzendienst und die vielen anderen Sünden bezahlen. Doch Zefanja kündigte nicht nur über Juda, sondern über alle Nationen das Gericht  an. Er gibt einen Ausblick auf den großen, endzeitlichen Gerichtstag. Eindringlich warnt er vor der Schrecklichkeit des Gerichts Gottes und ermahnt jeden, zu Gott umzukehren, solange dies noch möglich ist.




1: Die Ankündigung von Gottes Gericht


Bereits im zweiten Vers des Buches erfolgt der erste große Paukenschlag. Zefanja redet über den kommenden Gerichtstag des Herrn.


Zef 1,2: „Ich will alles vom Erdboden gänzlich wegraffen!, spricht der HERR.


Letztlich ist der große Tag des Herrn der letzte Tag unseres Zeitalters. An diesem Tag wird der Herr wiederkommen, um sein Volk zu retten, ein endgültiges Feuergericht über die Erde abzuhalten und eine erneuerte, ewige Erde zu gründen. An diesem Tag wird es eine weltweite Rettung, ein weltweites Gericht und eine weltweite Erneuerung geben.


Im alttestamentlichen Sinn bezeichnet der Begriff „Tag des Herrn“ allgemein einen Tag, an dem Gott entscheidend in den Lauf der Welt, in das Leben und das Schicksal der Nationen und seines eigenen Volkes eingreift. Dies kann zur Züchtigung, zum Gericht oder zur Rettung geschehen.


Bei Zefanja ist es zunächst ein drohender Gerichtstag, ein Tag der Verwüstung. Das Wort in Vers 2 ist äußerst hart. In der damaligen Zeit musste die Botschaft jedoch sehr hart und klar sein. Denn es war eine Zeit, in der Gott eine letzte religiöse Reformbewegung und Erweckung in Juda ermöglichen wollte. Das Nordreich war bereits Jahrzehnte zuvor untergegangen und unter König Manasse kam es auch im Süden zu einer geistlichen Katastrophe. Manasses ebenso gottloser Sohn Amon wurde von Gott nach nur zwei Jahren Regierung ausradiert.


Dann kam Josia. Dieser Mann verkörperte Judas letzte Chance! Zefanja musste mit seinem lauten Ruf die Herrschaft dieses noch sehr jungen Königs stärken. Wir wissen, dass es äußerlich gesehen umsonst war. Aber nicht so bei Gott. Er schätzte den Dienst dieses Mannes sehr. Denn der Prophet verlieh der Wahrheit zu Zeiten des Verfalls bis zur letzten Minute eine Stimme.


Zefanja redete etwa 50 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems. Er sah das Elend auf allen Ebenen und stieß seinen Warnruf aus. In Vers 3 wird der Blick über das Land Israel hinaus auf die ganze Erde erweitert.


In den Versen 4–13 geht es wieder um Jerusalem und Juda. Das Volk und die Priester betreiben den Baalskult (1,4). Neben dem Herrn beten sie auch die Sterne des Himmels an (1,5). Gott wird jeden richten, der Anteil an diesen heidnischen Bräuchen hat (1,8–9).


Mit den Versen 14–18 richtet sich der Prophet erneut an die ganze Welt. Das kommende Gericht durch die Babylonier wird nur eine Miniaturausgabe des Weltgerichts am Ende dieser Zeit sein.


Zef 1,14: „Nahe ist der große Tag des HERRN; er ist nahe, und sehr rasch kommt er herbei! Horch, der Tag des HERRN!


 


2: Das Ausmaß von Gottes Gericht


Das Buch Zefanja ist eine komprimierte Gerichtsbotschaft, die sich nicht nur an das Volk Gottes, sondern an die ganze Welt richtet.

 

Zunächst geht es noch einmal um Juda (2,1–3). Juda wird hier den Heidenvölkern gleichgestellt, als Volk ohne Scham. Es soll sich auf den kommenden Gerichtstag vorbereiten. Auch in dieser Zeit gibt es noch einen Überrest im Land, der Recht übt und sich vor Gott demütigt. Vor jedem drohenden Gerichtstag bereitet der Herr sich einen Überrest vor.

 

Zef 2,3: „Sucht den HERRN, alle ihr Demütigen im Land, die ihr sein Recht übt! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tag des Zorns des HERRN!

 

Die Verse 4–7 richten sich gegen die Philister, einen alten Erzfeind des Volkes Israel. Schon Saul und David hatten mit ihnen zu kämpfen. Ihr ganzer Landstrich am Meer wird verwüstet werden. Diese Prophetie wurde zuerst durch Ägypten und anschließend durch Babylon erfüllt. Das Gebiet entsprach geografisch etwa dem heutigen Gazastreifen. In unserer Zeit leben dort Palästinenser, ein Mischvolk unklarer Herkunft. Die alten Philister gibt es nicht mehr.


Die Verse 8–10 handeln von Moab und Ammon. Diese Völker bewohnten ein Gebiet, das dem heutigen Nord- und Mitteljordanien entspricht. Auch sie wurden von den Großmächten der damaligen Zeit umgepflügt und fast vollständig ausgelöscht. Bis zum Mittelalter waren auch die letzten Reste dieser Völker verschwunden. Ihre Vernichtung wird als ebenso vollständig wie die von Sodom und Gomorra beschrieben (2,9).

 

Vers 11 gibt uns einen Ausblick auf das Reich Gottes, das Jesus Christus durch seinen Tod, seine Auferstehung und Himmelfahrt gegründet hat und nun beherrscht.

 

Zef 2,11: „Furchtbar wird der HERR über ihnen sein; denn er wird allen Göttern auf Erden ein Ende machen, und es werden ihn anbeten alle Inseln der Heiden, jeder von seinem Ort aus.


Alle Inseln (oder auch Gebiete) der Nationen beten ihn an. Sein Reich ist weltumspannend. Es hat seinen Ursprung im Himmel und wird von dort aus regiert. Am letzten Tag unseres Zeitalters wird diesem Zustand ein weltweites Gericht vorangehen, auf das sich die Menschen vorbereiten sollen. Es gibt nur einen Retter: Jesus Christus.


In den Versen 12–13 geht es um die Kuschiter, also das Gebiet des heutigen Ägyptens und Äthiopiens. Sie werden ihre Hand nach Norden ausstrecken und Ninive vernichten. So geschah es im letzten Jahr des Königs Josia von Israel. Bereits vier Jahre zuvor war das große Reich der Assyrer von den Babyloniern entscheidend geschlagen worden. Die Ägypter räumten die Reste von Ninive aus dem Weg.




3: Verheißung der Wiederherstellung


Auch das letzte Kapitel beginnt mit einem Gericht, und zwar über Jerusalem. Die Stadt ist widerspenstig und grausam (3,1). Sie hört nicht auf Warnungen und nimmt keine Züchtigung mehr an (3,2). Der Herr stellt jeden Morgen sein Recht ins Licht, doch es wird nicht beachtet. Das Licht scheint in der Finsternis, doch die Finsternis erkennt es nicht (vgl. Joh 1,5).

 

Zef 3,5: „Der HERR ist gerecht in ihrer Mitte, er tut kein Unrecht: Jeden Morgen stellt er sein Recht ins Licht, er lässt es an nichts fehlen; aber der Verkehrte weiß nichts von Scham!


Der Herr wird sich an seinem Tag aufmachen und sein Feuer wird alle Königreiche der Erde verschlingen (3,8). Dies galt in damaliger Zeit zunächst einmal für Israel und die umliegenden Länder, für die damals bekannte Welt von „Assyrien bis Ägypten“. Am letzten und größten Tag des Herrn wird es jedoch für die ganze Welt gelten.

 

In den Versen 9–20 richtet der Prophet seinen Blick weg vom Gericht und hin zu der großen Hoffnung. Nach der siebzigjährigen Gefangenschaft in Babylon kehrte ein gläubiger Überrest in das Land zurück. Der Herr wendete ihr Schicksal. Sie dienten dem Herrn und durften die neue Stadt und das neue Heiligtum bauen. Sie durften die Festversammlungen wieder besuchen (Vers 18).

 

Zef 3,12: "Und ich will in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übrig lassen; das wird auf den Namen des HERRN vertrauen."

 

Zef 3,17: „Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken.


Ab Vers 14 erleben wir in diesem Kapitel nur noch ungetrübte Freude. Die Gläubigen werden zur Freude ermuntert, denn der Herr selbst freut sich über sie. Der Gläubige darf wissen, dass er nicht mehr ins Gericht kommt, weil seine Sünden vergeben sind (3,15). Jesus Christus hat sie mit seinem Blut am Kreuz von Golgatha bezahlt. Der Feind ist besiegt. Der Herr ist in der Mitte der Gemeinschaft der Gläubigen.

 



Zefanja musste zunächst eine harte Gerichtsbotschaft überbringen. Doch am Ende durfte der Prophet mit Freude und Rettung abschließen. Genauso wird es am Ende der Heilswege Gottes mit dieser Welt sein. Den Gerichten über die alte Welt folgt die ewige Herrlichkeit des neuen Himmels und der neuen Erde.


 – Kurzvideo –

– Zoom-Meeting –

25.08.2025  |  20:00 – 21:30 Uhr  |  Thema: Micha, Nahum etc.

 

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