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Bibelleser-Brief AT – 34 – Jeremia (1–20)

Bibelleser-Brief AT – 34 – Jeremia (1–20)
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Thema: Nahum, Habakuk

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O Land, Land, Land, höre das Wort des HERRN!

Jeremia 22,29

Unsere Herausforderung

>> Der Prophet Jeremia (1–20) <<

Jeremia – erinnert mich an Jesus


Liebe Bibel-Entdecker,


das Wort Gottes ist eine Einheit. Daher ist zu erwarten, dass viele Personen im Alten Testament als Vorläufer Jesus Christi zahlreiche Gemeinsamkeiten mit dem Messias aufweisen. Jeremia ist ein solcher Vorläufer.

  • Sowohl Jeremia als auch Jesus Christus blieben unverheiratet.
  • Jeremia war der einsamste Mann im Alten Testament und Jesus Christus der einsamste Mann im Neuen Testament.
  • Jeremia begann seinen Dienst 40 Jahre vor der Zerstörung des Ersten Tempels, Jesus Christus diente 40 Jahre vor der Zerstörung des Zweiten Tempels.
  • Jeremia sagte die Zerstörung des Ersten Tempels voraus, Jesus Christus die des Zweiten Tempels.
  • Jeremia sagte die Rückkehr aus der Gefangenschaft in das Land Israel sowie den Wiederaufbau Jerusalems und des steinernen Tempels voraus. Jesus Christus sagte den Wiederaufbau des Tempels seines Leibes sowie den Bau des ewigen geistlichen Tempels, der Gemeinde, voraus.
  • Sowohl Jeremia als auch Jesus Christus weinten über das Volk.
  • Beide wurden vom Volk verworfen. Beide wurden gefangen genommen, geschlagen, eingesperrt und verurteilt.


Den Weg ans Kreuz musste der Herr jedoch alleine gehen. Er starb für alle, die in Demut zu Gott kommen und ihm ihr Leben anvertrauen. Für diese einzigartige Tat gibt es keinen menschlichen Vorläufer.


 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

Zeit

ca. 627–570 v. Chr.

 

Kapitel

Inhalt

1–29

Gottes letzter Mahnruf an das Südreich Juda

30–33

Künftige Rückkehr aus der Gefangenschaft

34–39

Letzte Botschaften vor dem Fall Jerusalems

40–45

Der Überrest der Juden trotzt den Mahnungen Gottes

46–51

Weissagungen über benachbarte Heidenvölker

52

Die Chronik des Falls von Jerusalem



Die Botschaft des Propheten Jeremia („Der Herr gründet“) an das Volk lautete: „Das Gericht Gottes wird mit Sicherheit kommen!“ Jeremia lebte in einer schweren Epoche der Geschichte Israels. Diese Zeit war gekennzeichnet von politischen Umwälzungen, Kriegen und großer Tragik. Sie endete mit der vollständigen Zerstörung Judas, Jerusalems und des Tempels. Das Volk musste in eine siebzigjährige Gefangenschaft nach Babylon gehen.


Jeremia wirkte über einen Zeitraum von mindestens 40 Jahren – vom 13. Jahr der Regierung Josias bis zur Wegführung des Südreichs nach Babylon. Zu Beginn seiner Wirkungszeit waren Assyrien und Ägypten die beiden Weltmächte. Im Jahr seiner Berufung starb jedoch Assurbanipal, der letzte große Herrscher Assyriens. Damit begann der Niedergang Assyriens und der Aufstieg Babylons. Der Babylonier Nabopolassar befreite Babylon aus der assyrischen Herrschaft und begann mit dem Aufbau des babylonischen Reiches. Im Jahr 612 v. Chr. wurde Assyrien von Babylon geschlagen und 605 v. Chr. folgte der Sieg über Ägypten. Von da an drängte Jeremia die Juden, sich der Macht Babylons zu unterwerfen und das Exil als Folge ihrer Sünden zu akzeptieren. Er erlebte den Höhepunkt der babylonischen Macht unter Nebukadnezar sowie die Eroberung Jerusalems. Er prophezeite auch das 70-jährige Exil Judas in Babylon (Jer 29,10).


Die Kapitel 1 bis 20 handeln während der Regierungszeit des gottesfürchtigen Königs Josia. Die restlichen Kapitel handeln während der Regierungszeit der Könige Jojakim, Jojachin und Zedekia. Der Dienst Jeremias knüpfte an den der Propheten Joel und Micha an. Gegen Ende seines Lebens waren Hesekiel und Daniel bereits aktiv und verrichteten ihren Dienst am in Gefangenschaft lebenden Volk.




1–29: Gottes letzter Mahnruf an das Südreich Juda


Kapitel 1: Jeremias Berufung


Im ersten Kapitel lesen wir von der Berufung Jeremias. Er stammte aus einer Priesterfamilie in Anatot, die vermutlich zur Linie von Eli und Abjatar gehörte.


Jer 1,5: „Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt!


Wir wissen nicht, ob Jeremia den Herrn in der Gestalt des „Engels des Herrn“ sah. Es scheint eher so gewesen zu sein, dass der Herr mit seiner Stimme auf eine unmissverständliche zu dem Propheten Weise redete. Jeremia stand unter dem tiefen Eindruck dieser Stimme und unter der Macht des Heiligen Geistes Gottes. Er hörte die Worte Gottes und konnte nicht schweigen. Er musste reden, ungeachtet der Konsequenzen für ihn selbst.


Jer 1,18: „Siehe, ich mache dich heute zu einer festen Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige von Juda, gegen ihre Fürsten, gegen ihre Priester und gegen das Volk des Landes.



Kapitel 2–6: Tadel des Volkes und Ruf zur Umkehr


Während der Jahre unter Josia musste Jeremia zunächst noch das Volk, die Priester und die Propheten zur Umkehr aufrufen. Er war von Gott mit der Aufgabe betraut worden, die Wahrheit ein letztes Mal klar zu verkündigen – auch wenn darauf keine positive Reaktion mehr folgen würde.


Jer 2,11: „Hat je ein Heidenvolk die Götter gewechselt, die doch nicht einmal Götter sind? Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft!


Jer 4,14a: „Wasche dein Herz rein von [deiner] Bosheit, o Jerusalem, damit du gerettet wirst!


In Jerusalem gibt es keine Gerechtigkeit mehr (5,1). Da das Volk die Worte Gottes ablehnt, droht Jeremia ihm bereits hier Gericht an. Gott wird ein „Volk aus der Ferne“ (5,15) über sie bringen. Er fordert sein Volk auf, sich warnen zu lassen (6,8), doch die Priester wollen ihren heuchlerischen Opferdienst fortsetzen (6,20).


 

Kapitel 7–10: Jeremias Botschaft vor dem Tempel

 

In diesen Kapiteln finden wir Jeremias große Streitrede gegen den falschen und wertlosen Tempeldienst in Jerusalem. Wir können uns nur schwer vorstellen, welchen Mut und welche innere Gewissheit in der Kraft Gottes der Prophet hierzu aufbringen musste. Schonungslos redet Jeremia über das Fehlverhalten der falschen Anbeter.

 

Jer 7,4: „Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: »Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!«


Jer 8,11: „Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt.

 

Jeremia spricht hier eine tränenreiche Klage über den Untergang Jerusalems aus. Sein Herz ist krank vor Trauer (8,18). Am liebsten würde er seine Herberge in der Wüste aufschlagen, um die Sünden des Volkes nicht sehen zu müssen (9,1). Doch er muss dem Volk weiterhin die Worte Gottes verkünden. In Kapitel 10 vergleicht Jeremia den lebendigen Gott mit nichtigen Götzen. Der Herr allein ist Gott und wohnt über dem Himmel. Er ist der Herr der Heerscharen, der allmächtige Schöpfer des Himmels und der Erde (10,12).

 

 

Kapitel 11–13: Mordanschläge gegen Jeremia

 

In Kapitel 11 spricht der Herr ausführlich über den Bundesbruch des Volkes. Der Fluch trifft diejenigen, die den alten Worten für die Väter nicht gehorchen. Da das Volk nicht auf Jeremia hört (11,8), droht der Herr Juda und Jerusalem schweres Unheil an. Interessant ist, dass Gott dem Propheten mehrfach untersagt, für das Volk zu beten (vgl. 7,16 und 14,11).

 

Jer 11,14: „Du aber sollst für dieses Volk nicht beten und für sie weder Flehen noch Fürbitte erheben, denn ich werde keineswegs erhören zu der Zeit, wenn sie wegen ihres Unheils zu mir rufen werden.


An diesem Punkt der Geschichte ist es dem Mann Gottes nicht mehr gestattet, für das Volk einzutreten, wie es einst Abraham und Mose getan hatten. Gottes Gericht ist fest beschlossen.

 

Am Ende des 11. Kapitels erfährt Jeremia von Mordanschlägen gegen ihn, wie es in ähnlicher Form auch in 18,18-23 und 20,1-12 der Fall ist. Die Männer aus seinem eigenen Dorf wollten ihn umbringen (11,21).


In Kapitel 12 richtet Jeremia eine wichtige Frage an Gott:

 

Jer 12,1b: „Warum ist der Weg der Gottlosen so erfolgreich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten?


In Psalm 73 stellt Asaph eine ähnliche Frage und erhält die folgende Antwort.


Psalm 73,16–17: „So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es war vergebliche Mühe in meinen Augen 17 — bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende achtgab.


Nun erhält Jeremia von Gott das Zeichen des leinenen Gürtels (13,1–11). Er muss den Gürtel am Euphrat vergraben und ihn nach vielen Tagen wieder ausgraben. Er ist völlig verdorben. Gott erklärt ihm die Bedeutung dieses Bildes. Der Gürtel symbolisiert die Bindung an die Wahrheit des Herrn. Genauso wie der Gürtel verdorben ist, wird der Herr dieses Volk verderben und demütigen.

 

 

Kapitel 14–20: Gottes Gericht ist fest beschlossen

 

Gott kündigt eine große Dürre als Gericht über das Land an (14,1–6). Wiederum wird Jeremia von Gott aufgefordert, nicht für das Volk zu bitten (14,11). Denn Gottes Gericht ist fest beschlossen.

 

Jer 15,1: „Und der HERR sprach zu mir: Selbst wenn Mose und Samuel vor mich hinträten, so wollte ich doch mein Herz diesem Volk nicht zuwenden.“

 

Auch wenn das Volk die Worte Gottes ablehnt, sind sie für den Propheten eine große Freude. Wie wunderbar ist es, wenn auch wir in gleicher Weise über die Bibel denken!

 

Jer 15,16: „Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie; deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, o HERR, du Gott der Heerscharen!

 

In Kapitel 16 erhält Jeremia von Gott das Gebot der Ehelosigkeit (16,2). Seine Ehelosigkeit hat eine geistliche Bedeutung. So wie Jeremia sich dem Kontakt zu einer Frau enthalten muss, so wird Gott sich nun von seiner untreuen Frau distanzieren. Am Ende des Kapitels spricht Gott über die Wiederherstellung Israels. Nachdem das Volk in die Gefangenschaft gegangen ist, wird ein Überrest errettet und wieder in das Land zurückkehren (16,15).


In Kapitel 17 wird uns erneut vor Augen geführt, wie tief die Sünde Judas im Gedächtnis Gottes eingeschrieben ist (17,1). Am letzten Tag vor dem großen weißen Thron wird er jedem Menschen alle Einzelheiten seines Lebens vorlegen. Für die darauffolgende Ewigkeit wird es nur zwei Möglichkeiten geben.

 

Jer 17,5: „Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom HERRN weicht!

 

Jer 17,7: „Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR geworden ist!


Im nächsten Bild im Buch Jeremia ist das Zeichen des misslungenen Töpfergefäßes zu sehen (18,1–17). Jeremia beobachtet, wie der Töpfer ein misslungenes Gefäß von der Scheibe nimmt und einfach ein neues fertigt. So könnte Gott auch mit Israel umgehen (18,6). Die Antwort des Volkes ist wiederum, dass sie Mordpläne gegen Jeremia schmieden.


Kapitel 19 bringt ein weiteres Bild. Jeremia zerbricht vor den Augen der Ältesten im Tal Hinnom einen Tonkrug und spricht ein hartes Gerichtswort über Jerusalem und alle seine Bewohner aus.

 

Jer 19,11: „So spricht der HERR der Heerscharen: Ebenso will ich dieses Volk und diese Stadt zerschlagen, wie man Töpfergeschirr zerschlägt, das man nicht mehr ganz machen kann.


Die harten Worte, die der Prophet im Auftrag Gottes verkündet, haben hier unmittelbare und schwere Konsequenzen für ihn. Der Oberpriester Paschhur lässt Jeremia ergreifen, schlagen und in den Stock spannen. In dieser äußerst demütigenden und qualvollen Position muss Jeremia im oberen Tor Benjamin beim Tempel in aller Öffentlichkeit bis zum nächsten Morgen ausharren (20,1–2). Dann kommt er frei. Seine Reaktion erstaunt uns. Es ist keine Fluchtreaktion, sondern ein unvermitteltes, hartes Wort an seinen Peiniger Paschhur. Paschhur wird zusammen mit seinen Hausgenossen in die Verbannung gehen und dort sterben (20,6).

Jeremias Gemüt ist in dieser Situation hin- und hergerissen. Einerseits ist er in der Lage, ein Loblied auf Gott anzustimmen, andererseits verflucht er den Tag seiner Geburt.


Jer 20,13:Singt dem HERRN, lobt den HERRN! Denn er hat die Seele des Armen errettet aus der Hand der Übeltäter!

Jer 20,14a:Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde.

 

Auch wenn wir es Jeremia natürlich nicht gleichtun können, so dürfen auch wir unsere Sorgen und Nöte vor den Thron Gottes bringen. Auch wir dürfen unser Herz ehrlich vor ihm ausschütten. Darum dürfen wir in jeder Situation wissen:

 

Jer 20,11: „Der HERR ist mit mir wie ein starker Held; darum werden meine Verfolger straucheln und nicht die Oberhand behalten.


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