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Bibel-Entdecker-Brief NT – 06 – Lukas-Evangelium 13–24

Bibel-Entdecker-Brief NT – 06 – Lukas-Evangelium 13–24
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Online-Bibelkreis

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08.02.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 3

 

 

Lasst uns essen und fröhlich sein!

Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden;

und er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Lk 15,23b-24

Unsere Herausforderung

>> Das Lukas-Evangelium (13–24) <<

Verloren und gefunden


Liebe Bibel-Entdecker,


die drei Gleichnisse in Kapitel 15 bilden eine wunderbare Einheit. Der Zustand des Sünders wird darin unter drei Aspekten dargestellt: als Schaf, als Drachme und als Kind – allesamt verloren. Ihre Rettung aus göttlicher Liebe geschieht durch den Sohn (den guten Hirten), den Heiligen Geist (die eifrige Frau) und den Vater.

Der liebevolle Hirte sucht das Schaf nicht nur „bis er es findet“, sondern er nimmt es auf seine Schultern und trägt es nach Hause. So wie die Drachme das Bild des Staatsoberhauptes trägt, der sie in Umlauf gebracht hat, so ist der Mensch das Bild dessen, der ihn geschaffen hat. Doch wozu war sie in ihrem verlorenen Zustand noch gut? Deshalb hat der Heilige Geist „eine Lampe angezündet“ und sich eifrig an die Arbeit gemacht. Schließlich fand er uns in unserer Finsternis und in unserem Staub.

Jesus erzählt das Gleichnis vom verlorenen Sohn etwas ausführlicher. Das erste Bild zeigt den jungen Mann, der seinen Vater als Hindernis für sein Glück betrachtet, von ihm weggeht und auf törichte Weise alles vergeudet, was er von ihm erhalten hat. Die nächste Szene zeigt ihn in einem fremden Land in schlimmster Verwahrlosung, wo ihm sogar das Lebensnotwendigste fehlt. Hat bis hierhin jeder von uns seine eigene Geschichte wiedererkannt? Möge sie auf die gleiche Weise enden! Unter der Last seines Elends kommt der Verlorene zu sich, erinnert sich an die Fülle in des Vaters Haus, steht auf und macht sich auf den Heimweg. In der dritten Szene sehen wir, wie der Vater ihm entgegenläuft, ihm die Arme öffnet, ihn küsst, ihm seine Sünden vergibt und ihm das beste Kleid als Ersatz für die Lumpen gibt.

Jedes Gleichnis spricht von der Freude des rechtmäßigen Besitzers, von einer Freude, die er mit anderen teilen will. Lieber Leser, wenn du dir deines moralischen Elends bewusst bist, dann zeigt dir diese Geschichte die Liebe, die dich im Herzen Gottes erwartet. Zögere nicht, zu ihm zu kommen. Du wirst aufgenommen werden wie der Sohn.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

 

(Aus: Ährenlese im Neuen Testament, Beröa-Verlag)



Ein kurzer Hinweis:

Das Tempo unserer Bibellese ist recht anspruchsvoll. Ich möchte dich deshalb ermutigen, dranzubleiben, denn es lohnt sich. Mit diesem Tempo können wir uns nämlich in relativ kurzer Zeit einen Überblick über das gesamte Neue Testament verschaffen. Solltest du dennoch einmal ins Hintertreffen geraten, denke an meinen Tipp mit der Hörbibel, die du parallel zum Bibellesen nutzen kannst. Eine kostenlose Hörbibel mit der Übersetzung "Schlachter 2000" findest du auf YouTube.

Bitte denke beim Bibellesen daran, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Buch handelt, sondern um das Wort Gottes. Gott möchte durch sein Wort zu deinem Herzen sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass wir konzentriert sind und Gott im Gebet darum bitten, zu unserem Herzen zu sprechen.

– Überblick –

NT Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

3

24

60–64 n. Chr.

Lukas, der Arzt

  

Kapitel

Inhalt

1–4

Die ersten Lebensjahre Jesu

5–8

Jesus in Galiläa

9–18

Reiseberichte

19–24

Jesus in Jerusalem



 

9–18: Reiseberichte


Gleichnisreden (13–18)

 

In seiner Zeit als Wanderprediger erzählte Jesus in den Kapiteln 13 bis 15 viele Gleichnisse, die er durch zahlreiche Heilungen bekräftigte. Auffallend sind dabei die drei Gleichnisse vom Suchen und Wiederfinden in Kapitel 15: das Gleichnis vom verlorenen Schaf, das Gleichnis von der verlorenen Drachme und das Gleichnis vom verlorenen Sohn.


Die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus in Kapitel 16 ist aus unserer Sicht hingegen keine Gleichnisgeschichte, sondern eine wahre Begebenheit. Sie ist sehr ernst, weil sie uns deutlich vor Augen führt, dass wir in unserem irdischen Leben die Weichen für die Ewigkeit stellen und dass es kein Zurück gibt.

Kapitel 17 beginnt mit der Aufforderung, den Glaubensgeschwistern zu vergeben (Lk 17,3–4). Nach der Heilung von neun undankbaren und einem dankbaren Aussätzigen kommt Jesus wieder auf das Reich Gottes zu sprechen. Dieses Reich ist kein gewöhnliches Reich, „dass man es beobachten könnte“. Es ist vielmehr „mitten unter euch“ (Lk 17,21). Jesus will damit sagen, dass das Reich Gottes kein irdisches, sondern ein geistliches Reich ist. In dieses Reich gelangt man nicht durch die normale Geburt, sondern durch die geistliche Wiedergeburt (vgl. Joh 3).

 

Im 18. Kapitel erzählt Jesus das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner (Lk 18,9–14). Auch in diesem Gleichnis geht es um die Selbstgerechtigkeit des jüdischen Volkes, die uns bereits im Gleichnis vom verlorenen Sohn begegnet ist (der jüngere der beiden Söhne). Gott verachtet Menschen, die auf ihre eigene Gerechtigkeit stolz sind, denn vor Gott ist kein Mensch gerecht. Er freut sich hingegen, wenn wir in Demut und Dankbarkeit zu ihm kommen, so wie einer der zehn geheilten Aussätzigen. Der Schluss des Gleichnisses dürfte uns bekannt vorkommen, da wir die gleiche Aussage bereits in Lukas 14,11 gelesen haben.


Lk 18,14b:Jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

 

 

19–24: Jesus in Jerusalem

 

Auf dem Weg nach Jerusalem kommt Jesus in Kapitel 19 durch Jericho. Dort trifft er auf einen reichen Oberzöllner, der Gott trotz seines Reichtums an erste Stelle in seinem Leben gesetzt hat. Trotz seiner geringen Körpergröße und der großen Volksmenge wollte er Jesus unbedingt sehen. Da kam ihm eine Idee: Er lief voraus und kletterte auf einen Baum. Jesus reagierte auf diese ungewöhnliche Hingabe und sagte: „Heute ist diesem Haus Heil widerfahren“ (19,9).

 

Lk 19,10:Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.


Dieses Ereignis stellt ein Gegengewicht zu der Aussage des vorhergehenden Kapitels dar.


Lk 18,25:Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.


Später in Kapitel 19 lesen wir vom Einzug in Jerusalem. Nachdem Jesus in Kapitel 20 den Widerstand der Schriftgelehrten, Pharisäer und Sadduzäer erfahren hat, wird in Kapitel 21 mit der „Endzeitrede“ ein Blick in die Zukunft geworfen: von der Zerstörung des Tempels bis zur Wiederkunft des „Sohn des Menschen (…) in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Lk 21,27).


In den Kapiteln 22 und 23 werden die letzten Stunden des irdischen Lebens von Jesus geschildert. Vom letzten Abendmahl über die Gefangennahme und Verurteilung bis hin zur Kreuzigung. Ein Detail, das nur bei Lukas zu finden ist, soll erwähnt sein: Einer der beiden Verbrecher, die mit Jesus gekreuzigt wurden, kurz vor seinem Tod zur Besinnung kommt. Er erkennt, dass die beiden Übeltäter zu Recht am Kreuz hängen, „dieser aber hat nichts Unrechtes getan“. Dann bittet er Jesus: „Herr, gedenke an mich, wenn du in deiner Königsherrschaft kommst!“ Darauf antwortet Jesus mit wunderbaren Worten:


Lk 23,43:Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!


Die Auferstehung des Herrn wird im 24. Kapitel beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit schenkt Jesus den beiden „Emmaus-Jüngern“ (Lk 24,13-35). Niedergeschlagen gingen sie ihres Weges, weil sie glaubten, ihr Herr sei gestorben. Plötzlich trat ein Dritter an sie heran und kam mit ihnen ins Gespräch. Doch erst, als sie zu Hause das Brot brachen, erkannten die beiden Jünger, dass es sich um den auferstandenen Jesus handelte.

 

Lk 24,34:Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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