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Bibel-Entdecker-Brief NT – 12 – 1. + 2. Thessalonicher Brief

Bibel-Entdecker-Brief NT – 12 – 1. + 2. Thessalonicher Brief
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Online-Bibelkreis

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08.03.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 4,31 ff

 

 

Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.

1Thess 2,13

 

Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens.
2Thess 2,3

Unsere Herausforderung

>> 1.+2. Thessalonicher-Brief <<

Briefe der Hoffnung


Liebe Bibel-Entdecker,


wenn wir die Thessalonicher-Briefe mit dem Galater-Brief vergleichen, begegnen wir zwei völlig unterschiedlichen Gemeinden. Alle drei Briefe wurden vom Apostel Paulus geschrieben. Doch während er sich bei den Galatern große Sorgen machte, dass sie ganz vom Glauben abfallen könnten, dankte er Gott regelmäßig für den Glauben, die Mühen und das Ausharren der Gläubigen in Thessalonich.


Den Galatern musste Paulus gewissermaßen Milch zum Trinken geben, das heißt, er musste ihnen die Grundlagen des Glaubens an Jesus Christus vermitteln. Deshalb finden wir im Galater-Brief keine höheren geistlichen Themen. Es geht schlicht um die Frage der Errettung von aus dem Judentum bekehrten Juden-Christen. Suchen sie ihre Errettung noch (oder wieder) in der Befolgung des Gesetzes vom Sinai, oder haben sie erkannt, dass die Errettung nur durch das stellvertretende Opfer Jesu Christi am Kreuz von Golgatha geschehen kann?


Die Thessalonicher waren sich dieser Tatsachen sehr bewusst, weshalb Paulus diese Themen gar nicht erst anspricht. Er konnte seine Briefe gleich auf einer höheren Ebene beginnen. Die Thessalonicher standen fest im Glauben, weshalb Paulus mit ihnen den nächsten Schritt gehen und ihnen vom Wachen im Glauben und von der Wiederkunft Christi schreiben konnte. Die Thessalonicher-Briefe sind keine Lehrbriefe, sondern eher seelsorgerliche Briefe an Neubekehrte. Sie sollen Mut machen, statt sich mit komplizierten Lehrfragen zu beschäftigen.


Wo ordnest du dein persönliches Glaubensleben ein? Eher bei den Galatern oder bei den Thessalonichern?


In den beiden Thessalonicher-Briefen steht die Wiederkunft Christi im Mittelpunkt. Für die einen ist dieses Ereignis ein Tag der Freude, für die anderen ein Tag des Schreckens – je nachdem, ob sie ihr Leben Jesus anvertraut haben oder nicht.


Den Gläubigen in der Bedrängnis gibt dieser Tag Hoffnung und Kraft, standhaft auszuharren. Den Gläubigen, die in Freiheit leben, gibt er Motivation zur Evangelisation. Ungläubigen soll der „Tag des Herrn“ Furcht bereiten und sie zur Buße und Umkehr führen. Denn alles Böse, das der Mensch tut, wird von Gott gerichtet. Wie dankbar kann ich sein, wenn Jesus Christus mein Herr und Erlöser ist! Denn dann hat er meine Schuld vollständig am Kreuz von Golgatha bezahlt.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

13 / 14

5 / 3

51 / 52 n. Chr.

Paulus

  

Kapitel

Inhalt

1

Freude über die Thessalonicher

2–3

Paulus erklärt sein Verhalten

4

Wiederkunft Christi

5

Wachstum im Glauben



1–2

Wiederkunft Christi

3

Gemeindezucht



Die Wiederkunft Jesu


Die Thessalonicher erwarteten die baldige Wiederkunft Jesu. Deshalb spricht Paulus sie in seinen Briefen mehrfach auf dieses Thema an.


1Thess 3,13:

Wer sind „alle Heiligen“, die den Herrn bei seiner Wiederkunft begleiten werden? In seinen Briefen bezeichnet Paulus die Gläubigen gerne als Heilige (vgl. z.B. Phil 1,1). Aber auch Engel werden als Heilige bezeichnet (vgl. Daniel 8,13). Und diese Bedeutung ergibt hier mehr Sinn. Dazu passt auch die Parallele in 2Thes 1,7, wo die Engel ausdrücklich als Begleiter des Wiederkommenden genannt werden. Nichts anderes hatte Jesus angekündigt (Mt 24,30–31).


1Thess 4,13-5,5:

Paulus hat seine Briefe ohne Kapitel- und Versangaben geschrieben. Kapitel 5 schließt inhaltlich direkt an Kapitel 4 an. Ein Themenwechsel findet nicht statt. Der „Tag des Herrn“ (5,2) ist dasselbe Ereignis wie die „Entrückung“ (4,17). Kein Christ wird vor dem Tag des Herrn „entrückt“. In den Versen 5,1–4 geht es um Gläubige und Ungläubige zur selben Zeit (vgl. Mt 24,37–44).


In den Versen 4,13–5,5 geht es also nicht um zwei verschiedene Kommen des Herrn – eines „heimlich“ und eines mit „Pauken und Trompeten“. Ein Vergleich der Verse 4,16–17 mit Mt 24,30–31 sowie der Verse 5,1–4 mit Mt 24,36–39 macht ebenfalls deutlich, dass es sich um ein einziges Kommen handelt, das jedoch für Gläubige und Ungläubige unterschiedliche Folgen hat (vgl. 2Thess 1,6–10).


(Quelle: Mein Bibelleseprojekt, Bibellesebund Verlag, Marienheide)




1. Thessalonicher-Brief


Aufgrund eines Aufruhrs (Apg 17,1–9) musste Paulus die Stadt bereits nach drei Monaten fluchtartig verlassen. Dadurch war es nicht möglich, die Glaubensgrundlagen zu vertiefen. Aus Sorge um den Zustand der jungen Gemeinde schickte Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus zu ihnen (1Thess 3,1). Dieser berichtete viel Gutes über die Gemeinde, sodass Paulus einen Brief der Anerkennung und Vertiefung schrieb.


Wenn man das 1. Kapitel liest, spürt man die Freude des Paulus. Er bezeichnet die jungen Gläubigen in Thessalonich sogar als Vorbilder für die Gemeinden in Mazedonien. Dennoch ist es Paulus ein Anliegen, immer wieder für sie zu beten, damit sie im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung wachsen.


1Thess 1,9–10: „Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, 10 und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.


Im 2. Kapitel spricht Paulus sein Verhalten gegenüber den Thessalonichern an. „Wie eine stillende Mutter“ (2,7) hat er sich um sie gekümmert und „wie ein Vater seine Kinder“ (2,11) hat er jeden einzelnen von ihnen ermahnt und ermutigt. Wie eine Mutter hat er ihnen die nötige geistliche Nahrung und Fürsorge gegeben, wie ein Vater hat er ihnen Führung und Leitung geboten.


In Kapitel 3 erinnert Paulus an Timotheus, den er zuvor nach Thessalonich gesandt hatte und der mit guten Nachrichten zu ihm zurückgekehrt war. Er erwähnt auch die Bedrängnis, in der sich die Christen befanden. Damals wurden Christen physisch verfolgt, ausgegrenzt und getötet – ähnlich wie es heute in muslimischen Ländern der Fall ist. In der westlichen Welt ist die Verfolgung derzeit subtiler. Der Teufel greift nicht mehr direkt an, sondern versucht, uns durch weltliche Angebote und Ablenkungen vom Glauben abzubringen. Am Ende des Kapitels kommt Paulus auf die Wiederkunft Christi zu sprechen.


In Kapitel 4 ab Vers 13 führt er dieses Thema weiter aus und erklärt, dass die bereits in Christus Entschlafenen bei seiner Wiederkunft keinen Nachteil haben werden. Darüber hinaus finden wir in den Versen 15 bis 17 den Hinweis, dass die „Wiederkunft des Herrn“ zeitlich mit der „Entrückung“ zusammenfällt. Es werden auch mehrere Merkmale der Wiederkunft genannt: „Stimme des Erzengels“, „Posaune Gottes“ und „Wolken“. Weitere Bibelstellen, die dieses Ereignis beschreiben, sind folgende: Mt 24,30, Mt 25,31ff und 1Kor 15,51–52.


Nachdem Paulus den Blick der Thessalonicher auf Jesus gerichtet hat, spricht er in Kapitel 5 über die Zeit bis zur Wiederkunft, also das Leben der Gläubigen hier auf der Erde. Christen sollen nicht schlafen wie die Menschen dieser Welt. Sie sollen nüchtern sein und beständig den „Brustpanzer des Glaubens und der Liebe“ sowie den „Helm der Hoffnung auf das Heil“ tragen.


Paulus legt den Thessalonichern den Willen Gottes sehr genau dar. Lies 5,14–22 noch einmal, denn diese Verse beschreiben das normale Christenleben.


1Thess 4,3: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet.


1Thess 5,16-18: „Freut euch allezeit! 17 Betet ohne Unterlass! 18 Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.




2. Thessalonicher-Brief


Paulus schrieb den zweiten Brief etwa ein Jahr nach dem ersten. Er ist kürzer und dient dazu, einige theologische Unklarheiten zu beseitigen. Auch in diesem Brief kommt Paulus auf die Wiederkunft Christi zu sprechen. Es scheint, als hätten einige aufgrund der großen Bedrängnis, in der sich die Gemeinde befand, erwartet, dass Jesus sofort wiederkommen würde. Andere wiederum behaupteten, Jesus sei bereits wiedergekommen und führten die Christen damit in die Irre.


2Thess 2,3-4: „Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, 4 der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.“


In Kapitel 3 spricht Paulus ein weiteres wichtiges Thema an: die Gemeindezucht. Während er in seinem ersten Brief die Geschwister zur persönlichen Heiligung aufgerufen hatte, schreibt er nun, dass sie sich von jedem Bruder zurückziehen sollen, der dieser Aufforderung nicht nachkommt. Paulus stellt sich und seine Mitarbeiter als Vorbilder dar und fordert die Gläubigen auf, für ihr Brot zu arbeiten.


2Thess 3,6: „Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch von jedem Bruder zurückzieht, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die er von uns empfangen hat.


2Thess 3,10: „(…) Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen!


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

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Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

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