Sie sind nicht verbunden. Der Newsletter enthält möglicherweise Benutzerinformationen, sodass diese möglicherweise nicht korrekt angezeigt werden.

Bibel-Entdecker-Brief NT – 17 – Markus-Evangelium 1–8

Bibel-Entdecker-Brief NT – 17 – Markus-Evangelium 1–8
logo_acymailing_step_email.png

Online-Bibelkreis

 Link

19.04.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 6,20 ff

 

 

Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,

sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Mk 10,45

Unsere Herausforderung

>> Markus-Evangelium 1–8 <<

Jesus Christus als Diener


Liebe Bibel-Entdecker,


stell dir vor, du bist in einem ausverkauften Bibelseminar. Alle Sitzplätze sind besetzt, in den Gängen, an den Fenstern und Türen stehen Menschen und lauschen der Botschaft. Plötzlich ist ein Geräusch auf dem Dach zu hören, das immer lauter wird. Schließlich fällt der Putz von der Decke und man sieht ein Loch direkt über der Bühne. Ein Gelähmter wird an Seilen heruntergelassen.


Diese Szene ist an sich schon merkwürdig. Für die Menschen in Kapernaum, die den Gleichnissen Jesu zuhörten, sollte es jedoch noch merkwürdiger werden. Denn Jesus sah nicht nur das Loch in der Decke und den Gelähmten, sondern auch den Glauben des Gelähmten (2,5). Und deshalb sprach er die umstrittenen Worte:


Mk 2,5: „Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.


Nach der Betrachtung des Römer-Briefs gehen wir nun wieder einen Schritt zurück und beschäftigen uns erneut mit dem Leben Jesu auf Erden, diesmal aus der Sicht des Markus. Markus war weder Jünger noch Augenzeuge Jesu. Er war ein Freund des Apostels Petrus und schloss sich später dem Apostel Paulus auf dessen erster Missionsreise an.


Markus konzentriert sich darauf, Jesus Christus als den Diener zu beschreiben (10,45). Er lässt Nebensächlichkeiten weg und beschränkt sich auf das Wesentliche. In der Schlachter-2000-Übersetzung fällt die häufige Verwendung des Wortes „sogleich“ auf, das 38-mal vorkommt. Dies verdeutlicht, dass Jesus in seinem Leben nur wenig Ruhe hatte – wie ein Diener oder Sklave. Während seines Lebens in Israel war er ständig damit beschäftigt, Gott und den Menschen zu dienen.


Das Markus-Evangelium enthält nur wenige Zitate aus dem Alten Testament und nur wenige Gleichnisse. Selbst die Geburtsgeschichte Jesu wird nicht erwähnt. Dafür finden wir in diesem Evangelium eine lebendige und spannende Sprache, die uns Jesus ganz nah bringt, wenn er sich liebevoll um Menschen aus allen sozialen Schichten kümmert.

 
Die Kürze und journalistische Einfachheit des Markus-Evangeliums machen es zu einer idealen Einführung in den christlichen Glauben. Zum einen kommt der direkte und lebendige Stil den Römern und ihren heutigen Nachfahren entgegen, zum anderen zeichnet sich das Markus-Evangeliums auch durch seinen Inhalt aus. Markus erzählt viele lebendige Details, die in anderen Evangelien ausgelassen werden. So erwähnt er beispielsweise, wie Jesus die Jünger sah, wie er zornig wurde und wie er den Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem vorausging. 

 

Interessant ist, dass jedes der vier Evangelien Jesus aus einer anderen Perspektive darstellt:

  • Matthäus: Der verheißene Messias
  • Markus: Der Diener
  • Lukas: Der Sohn des Menschen
  • Johannes: Der Sohn Gottes

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

2

16

50–60 n. Chr.

Markus

  

Kapitel

Inhalt

1

Johannes der Täufer
Jesu erstes Wirken

2–7

Jesus in Galiläa

7–9

Jesus im Norden

10–13

Jesus wandert nach Süden

14–15

Jesus auf dem Weg zum Kreuz

16

Auferstehung

 



Johannes der Täufer / Jesu erstes Wirken (1)


In der kommenden Woche werden wir uns mit der ersten Hälfte des Markus-Evangeliums beschäftigen. Interessanterweise beginnt es nicht mit Jesus Christus, sondern mit Johannes dem Täufer. Das passt zum Charakter dieses Evangeliums, in dem Jesus als Diener vorgestellt wird.

 

Neben der Vorstellung Johannes des Täufers lesen wir im 1. Kapitel von der Taufe Jesu, von seiner Versuchung durch den Satan und von der Berufung der ersten Jünger. Markus verwendet nicht viele einleitende Worte. Bereits ab Vers 21 schildert er uns die ersten Wunder Jesu: eine Geisteraustreibung, eine Fieberheilung und die Heilung eines Aussätzigen (was nach damaligem jüdischen Denken nur der Messias konnte).

 

 


Jesus in Galiläa (2–7)


Widerstand vonseiten der Pharisäer (2–3)

 

Leider haben die Juden Jesus nicht als ihren Messias anerkannt. Die in den Kapiteln 2 und 3 beschriebenen Handlungen stoßen allesamt auf Widerstand. Zunächst geht es um einen Gelähmten, der von vier Freunden durch die Decke des Hauses zu Jesus herabgelassen wird. Jesus fordert die Schriftgelehrten heraus, indem er sagt:


Mk 2,5: „(…) Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!


Dann beweist er durch ein Heilungswunder, dass er tatsächlich Sünden vergeben kann. Ein weiterer Konflikt entsteht, als Jesus mit dem Zöllner Levi (einem seiner späteren Jünger) zu Tisch sitzt und Gemeinschaft mit ihm hat. Auch hier wird er von den Pharisäern kritisiert, gibt jedoch die deutliche Antwort:


Mk 2,17: „Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.

 

Als Jesus mit seinen Jüngern am Sabbat durch die Kornfelder geht und die Jünger Ähren abstreifen, kommt es zum dritten Konflikt. Aus Sicht der Pharisäer hat Jesus damit den Sabbat entheiligt. Jesus muss sie erneut belehren:


Mk 2,27: „Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.


Das 3. Kapitel beginnt mit dem vierten Konflikt, als Jesus am Sabbat einen Mann mit einer verdorrten Hand heilt. Auch in diesem Fall wurde aus Sicht der Pharisäer das Sabbatgebot missachtet. Bereits hier wird von der ersten Beratung berichtet, Jesus zu töten (3,6). Später in diesem Kapitel beruft Jesus weitere Jünger und führt einen harten geistlichen Kampf gegen die Pharisäer. Trotz der Wunder, die sich vor ihren Augen ereignen, verklagen sie Jesus.


Mk 3,22: „Er hat den Beelzebul!, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus!


Die Antwort Jesu auf diesen Vorwurf ist so gewaltig, dass sie Christen bis heute verunsichert.


Mk 3,28-29: „Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; 29 wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen.


Hier geht es jedoch nicht um eine Sünde, die wir gegen Gott begehen und aufgrund derer wir in Ewigkeit keine Vergebung mehr erhalten. Dies würde dem unmittelbaren Zusammenhang sowie der Gesamtaussage der Bibel widersprechen. Die Worte Jesu sind ganz konkret an die Pharisäer gerichtet. Diese kannten das Alte Testament. Darin wird auf die Erscheinung eines Messias hingewiesen, der das Volk erlösen wird. Im Alten Testament gibt es eine ganze Reihe von Merkmalen, anhand derer die Pharisäer erkennen konnten, ob jemand der Messias ist oder nicht. Als Jesus kam, tat er genau diese Zeichen. Doch statt ihn als den zu erkennen, der er ist, beschuldigten sie ihn, vom Satan besessen zu sein. Damit lehnten sie das Wirken Gottes unter ihnen ab und wiesen die Gnade zurück, mit der Gott seinem Volk nahekommen wollte.


 

Gleichnisreden und weitere Wunder (4–6)

 

Im 4. Kapitel berichtet Markus von drei Gleichnissen (Sämann, Saat, Senfkorn), die Jesus am See Genezareth zu der Volksmenge sprach. Nachdem er seine Rede beendet hatte, fuhr er mit seinen Jüngern über den See ans andere Ufer. Mitten in der Nacht, als Jesus im Boot schlief, brach ein heftiger Sturm los. Die Jünger fürchteten sich zu Tode und weckten ihren Meister. Er befahl dem Wind, sich zu beruhigen, und augenblicklich trat eine große Stille ein.


Diese Begebenheit zeigt sowohl die Menschlichkeit Jesu, der im hinteren Teil des Bootes schlief, als auch seine Göttlichkeit, als er dem Wind befahl, sich zu beruhigen. Die Geschichte ermutigt uns, uns in den Stürmen des Lebens an Jesus zu wenden, denn wir dürfen wissen, dass das Schiff nicht sinken kann, wenn er an Bord ist.

Während Jesus bei der Sturmstillung seine Macht über die Natur zeigt, demonstriert er in Kapitel 5 seine Macht über Krankheit und Dämonen. Zunächst heilt er am anderen Ufer des Sees einen Menschen, der von einem unreinen Geist besessen ist. Tatsächlich war es nicht nur ein einziger Dämon, der in diesem Menschen wohnte, sondern eine ganze Legion. Es dürften mehrere tausend Dämonen gewesen sein, die auf diesen Menschen eingewirkt haben. Das sehen wir auch daran, dass die Dämonen in eine Herde von 2.000 Schweinen fahren und dann den Abhang hinunterstürzen.


Ab 5,21 berichtet Markus von zwei gleichzeitig geschehenen Wundern: der Heilung einer Frau, die seit Jahren an Blutungen litt, und der Auferweckung der Tochter des Synagogenvorstehers Jairus.


In Kapitel 6 tut Jesus in anderen Dörfern viele Wunder, in seiner Vaterstadt Nazareth kann er jedoch nur wenige Wunder wirken, da die Menschen nicht an ihn glauben (6,5). In Vers 7 sendet Jesus seine Jünger aus, um das Evangelium zu verkünden. Sie sollten nur das Nötigste mitnehmen, damit sie nicht um ihren irdischen Besitz beneidet werden. Im weiteren Verlauf des Kapitels lesen wir von der Enthauptung Johannes des Täufers, von der Speisung der 5.000 und davon, wie Jesus auf dem Wasser geht.


Bei der Speisung der 5000 möchte ich sieben Punkte besonders hervorheben:

  1. Wir sollen uns nicht um unsere Bedürfnisse sorgen. Gott sorgt für uns.
  2. Wir sollen geben, was wir haben.
  3. Ungebrochen wäre die Speise nicht für alle genug gewesen.
  4. Die Jünger Jesu sollen die Welt ernähren.
  5. Die Speise reicht für alle aus.
  6. Gott gibt reichlich, aber er will keine Verschwendung.
  7. Das Wunder wäre nicht geschehen, wenn die Jünger auf ihre Ruhepause bestanden hätten.


 – Kurzvideo –


 

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.

Vom Newsletter abmelden: Abmelden