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Bibel-Entdecker-Brief NT – 18 – Markus-Evangelium 9-16

Bibel-Entdecker-Brief NT – 18 – Markus-Evangelium 9-16
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Online-Bibelkreis

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19.04.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 6,20 ff.

 

 

(…) Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.“

Mk 15,39

Unsere Herausforderung

>> Markus-Evangelium 9–16 <<

Jesus Christus als Diener


Liebe Bibel-Entdecker,


die Ereignisse rund um die Kreuzigung Jesu sind schrecklich und faszinierend zugleich. Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, lässt sich von seiner eigenen Schöpfung fesseln und ans Kreuz schlagen. Die meisten Menschen verstehen nicht, was geschieht und verspotten den Gekreuzigten. 


Doch trotz des Spotts und der Leiden bleibt Jesus Christus sich selbst treu. In liebevoller Hingabe kümmert er sich in dieser Situation um seine Mutter und bittet seinen Jünger Johannes, sich um Maria zu kümmern. Dann wird von einer Finsternis berichtet, die drei der insgesamt sechs Stunden der Kreuzigung verdunkelte. Schließlich hören wir den lauten Schrei, den Jesus ausstieß, bevor er den Geist übergab.


Diese Ereignisse überwältigen den hartgesottenen, aber ehrlichen römischen Hauptmann, der die Kreuzigung beaufsichtigt. So etwas hat er in all den Jahren seines Dienstes noch nicht erlebt. Deshalb lesen wir von ihm die wunderbaren Worte:


Mk 15,39: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.


Im Mittelpunkt dieses Rundbriefs steht die Passionswoche Jesu, also die letzte Woche, die Jesus Christus als Mensch auf dieser Erde verbrachte.

 

Markus stellt uns Jesus Christus als Diener vor. Jesus hat uns durch sein Leben ein Vorbild gegeben. Wir sind berufen, Gott und unseren Nächsten zu dienen. Das tun wir, indem wir Gott ehren und die Gute Nachricht des Evangeliums an andere weitergeben.


Mk 16,15-16: „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! 16 Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.


Mk 16,19: „Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

2

16

50–60 n. Chr.

Markus

  

Kapitel

Inhalt

1

Johannes der Täufer
Jesu erstes Wirken

2–7

Jesus in Galiläa

7–9

Jesus im Norden

10–13

Jesus wandert nach Süden

14–15

Jesus auf dem Weg zum Kreuz

16

Auferstehung


Die Leidenswoche Jesu

 

Auch wenn das Markus-Evangelium nur wenige exklusive Informationen liefert, so scheint Markus doch der einzige der vier Evangelisten zu sein, der den detaillierten Ablauf der Passionswoche des Messias schildern will.


  • Sonntag:
    Die Passionswoche beginnt am Palmsonntag mit dem Einzug des Messias in Jerusalem (11,1–11). Am Sonntagabend geht Jesus mit seinen Jüngern nach Betanien.
  • Montag:
    In Vers 12 heißt es, dass sie am nächsten Tag nach Jerusalem zurückkehrten und Jesus den Feigenbaum verfluchte (11,12–14). An diesem Tag findet auch die zweite Tempelreinigung statt.
  • Dienstag:
    Markus berichtet in 11,20, dass Jesus am nächsten Morgen wieder zu dem Feigenbaum kam, der (zum Erstaunen der Jünger) von der Wurzel an verdorrt war. Auch am Dienstag beratschlagten die obersten Priester und Schriftgelehrten, wie sie Jesus „mit List ergreifen und töten könnten“ (14,1).
    Mittwoch:
    Über diesen Tag wird in den Evangelien nichts berichtet.
  • Donnerstag:
    An diesem Tag fand das letzte Passahmahl im Obersaal statt (14,12). In der Nacht zum Freitag wurde Jesus gefangen genommen (14,43 ff.).
  • Freitag:
    In aller Frühe führten die Juden Jesus vor den Hohen Rat (14,53). Jesus Christus wurde an diesem Tag um 9 Uhr gekreuzigt, um 15 Uhr übergab er den Geist und gegen 17 Uhr wurde sein Leichnam von Joseph von Arimathia abgenommen und in dessen eigenes Grab gelegt (15,43–45).
  • Samstag:
    Am Sabbat geschah nichts; Jesus blieb im Grab und die Jünger waren traurig und ratlos.
  • Sonntag:
    Am frühen Morgen gingen einige Frauen zum Grab, um Jesus zu salben. Doch statt Jesus begegnete ihnen ein Engel, der zu ihnen sagte: „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten!“ (16,6).



 

Jesus im Norden (7–9)


Am Ende des 8. Kapitels hat Jesus seine Jünger über die Nachfolge belehrt. Zu diesem Zeitpunkt ahnten sie wohl noch nicht, dass ihr Meister schon bald sein Kreuz im wahrsten Sinne des Wortes vor ihnen hertragen würde.


Mk 8,34: „Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!


Kapitel 9 beginnt mit einer aufregenden Ankündigung. Einige der Jünger sollten schon in diesem Leben das Reich Gottes in Kraft kommen sehen. Diese Ankündigung erfüllte sich sechs Tage später, als Jesus die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes mit auf einen Berg nahm und vor ihren Augen verklärt wurde. Für einen Augenblick konnten sie seinen verherrlichten Leib sehen.




Jesus wandert nach Süden (10–13)


Im 10. Kapitel spricht Jesus mit einem reichen Jüngling, dessen Reichtum ein Hindernis für seinen Glauben zu sein scheint. Nachdem Jesus ihm einen Lösungsweg vorgeschlagen hatte, ging der Jüngling traurig weg, da er sich einen leichteren Weg ins Himmelreich erhofft hatte. Doch Jesus hat nie gesagt, dass der Weg der Nachfolge leicht und mühelos sei (vgl. Mk 8,34).


Mk 10,25: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

 

Im 11. Kapitel wird der Einzug des Messias in Jerusalem beschrieben. Dies geschieht am Palmsonntag, dem 10. Nisan des jüdischen Kalenders. Jesus reitet auf einem Eselsfüllen, um die Prophezeiung aus Sacharja 9,9 zu erfüllen.


Sach 9,9: „Frohlocke sehr, du Tochter Zion; jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin.


In Jerusalem trifft Jesus auf einen Feigenbaum, der zwar Blätter, aber keine Knospen trägt, die auf eine kommende Frucht hinweisen würden. Der Feigenbaum steht symbolisch für Israel, das den Messias ablehnt und keine geistliche Frucht bringt, obwohl Gott es mit aller Fürsorge umgibt. Jesus verflucht den Feigenbaum und damit im übertragenen Sinn auch den alten Bund Gottes mit Israel. Der alte Bund vom Berg Sinai hat von nun an keinen Wert mehr, denn Jesus wird einen neuen Bund in seinem Blut aufrichten. Von nun an ist keine Errettung mehr durch das Halten von Geboten und Riten möglich, sondern nur noch durch den Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi.


Doch so weit ist es noch nicht. Zunächst wird Jesus von den Juden auf die Probe gestellt. Ab Vers 27 treten die obersten Priester, Schriftgelehrten und Ältesten vor ihn.


In Kapitel 12 sind es die Pharisäer und Herodianer, die vor ihn treten, um ihn zu prüfen (12,13 ff.). Danach begegnet Jesus den Sadduzäern, die ihn mit einer Frage zur Auferstehung herausfordern (12,18).


Schließlich kommt ein kluger Schriftgelehrter und fragt nach dem größten Gebot (12,28). Während Jesus die vorhergehenden Gruppen abwies, konnte er zu diesem sagen:


Mk 12,34: „Du bist nicht fern vom Reich Gottes!


Im 13. Kapitel lesen wir die Endzeitrede Jesu, die wir bereits im Matthäus-Evangelium ausführlich betrachtet haben.


 


Jesus auf dem Weg zum Kreuz (14–15)


Kapitel 14 beginnt mit dem Plan der obersten Priester, Jesus nach dem Passahfest zu töten. In den Versen 3–9 erfolgt ein Rückblick, in dem berichtet wird, dass Jesus einige Tage zuvor mit einem sehr kostbaren Salböl „im Voraus zum Begräbnis gesalbt“ wurde (14,8). Aus der Sicht des ungläubigen Apostels Judas Ischariot ist dies eine eklatante Verschwendung. Dies könnte der Grund dafür sein, dass er im nächsten Abschnitt zu den obersten Priestern geht und ihnen anbietet, Jesus zu verraten.


Am Donnerstagabend feiert Jesus mit seinen Jüngern das Passahmahl. Nachdem er in den Versen 22–25 das „Mahl des Herrn“ eingesetzt hat, geht er mit seinen Jüngern an den Ölberg. Dort kündigt er Petrus seine dreifache Verleugnung an.


Mk 14,30: „Heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!


Dann kommt Jesus mit seinen Jüngern nach Gethsemane. Dort bittet er seinen Vater, diesen Kelch an ihm vorübergehen zu lassen. Mit „diesem Kelch“ ist nicht unbedingt der bevorstehende Tod gemeint, sondern die drei Stunden der Finsternis, in denen sich Gott von Jesus abwenden muss, da Jesus die Schuld der ganzen Welt tragen wird. Doch Gott, der Vater, kann diesen Kelch nicht von ihm nehmen, denn es gibt keinen anderen Weg, um die Menschen zu retten.


Mitten in der Nacht wird Jesus verhaftet und die Jünger fliehen (14,43–50). Noch in derselben Nacht wird Jesus vor den Hohen Rat geführt und vom Hohepriester verhört. Während dieses Verhörs kommt es zur dreifachen Verleugnung durch Petrus (14,66–72).


Am Freitagmorgen wird Jesus zu Pilatus gebracht, da die Juden selbst kein Todesurteil fällen durften (Kapitel 15). Pilatus wurde jedoch von der Menge so unter Druck gesetzt, dass er ihrem Willen nachgab und Jesus zur Kreuzigung abführen ließ.


Ab Vers 21 wird von der Kreuzigung und dem Tod Christi berichtet. Nach seinem Tod riss der Vorhang im Tempel, der das Heilige vom Allerheiligsten trennte, von oben bis unten entzwei (15,38). Aus geistlicher Sicht bedeutet dies, dass jeder Mensch, der an das stellvertretende Opfer Jesu glaubt, nun freien Zugang zu Gott hat.


 


Auferstehung (16)


In Kapitel 16 wird die Auferstehung Jesu am dritten Tag geschildert. Ähnlich wie im Matthäus-Evangelium fordert der Herr vor seiner Himmelfahrt seine Jünger – und damit auch uns – auf, die Frohe Botschaft in der ganzen Welt zu verkünden. Damit endet das Markus-Evangelium.


 – Kurzvideo –

 

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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