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| 03.05.2026 | 20:00–21:30 Uhr Thema: Lukas 6,20 ff. |
„Unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern (…) gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. 13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen könnt.“ Eph 6,12-13 |
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Unsere Herausforderung >> Der Epheser-Brief <<
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Musterplan für den Bau der Gemeinde |
Liebe Bibel-Entdecker,
Paulus lebte und arbeitete drei Jahre lang in Ephesus. Die Stadt war damals eine Hochburg des Götzendienstes. Weltberühmt war der Tempel der Artemis, die von den Römern „Diana“ genannt wurde. Paulus schrieb diesen Brief kurz vor seiner Hinrichtung aus dem Gefängnis in Rom.
In dem Brief geht es jedoch nicht um Probleme der Ortsgemeinde. Vielmehr will Paulus die große Bedeutung der weltweiten christlichen Gemeinde als Werkzeug Gottes in der Welt aufzeigen. In der ersten Hälfte des Briefes werden die theologischen Grundlagen gelegt, in der zweiten Hälfte werden die praktischen Konsequenzen beschrieben. Am Ende des Briefes findet sich ein dritter Teil, in dem Paulus die geistliche Ausrüstung der Gläubigen beschreibt. Diese veranschaulicht er am Beispiel eines römischen Soldaten.
Im Mittelpunkt des Epheser-Briefes steht nicht der einzelne Gläubige, sondern die Gemeinde als Ganzes. Gott selbst ist es, der Hindernisse aus dem Weg räumt, damit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zu einer Gemeinde zusammenwachsen können.
Paulus ermutigt die Gläubigen zu einem Leben mit Ausstrahlung.
Eph 5,8: „Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!“
Durch den Epheser-Brief hat Gott dir ein lehrmäßiges Fundament, einen praktischen Auftrag und die nötige Waffenrüstung gegen die Angriffe des Satans gegeben. Wie du dieses Wissen, diesen Auftrag und diese Waffenrüstung in deinem täglichen Leben einsetzt, liegt bei dir.
Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.
Holger Volz |
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NT-Buch | Kapitel | Abfassung | Verfasser | 10 | 6 | 60–62 n. Chr. | Paulus |
Kapitel | Inhalt | 1–3 | Das Geheimnis der Gemeinde | 4–6 | Die Praxis der Gemeinde | 6 | Die „Waffenrüstung Gottes“ |
Der erste Teil des Epheser-Briefes (Kapitel 1–3) befasst sich mit der Stellung der Christen in Christus. Dies ist der lehrmäßige Teil des Briefes. Der zweite Teil (Kapitel 4–6) befasst sich mit unserem Wandel in der Welt. Dies ist der praktische Teil des Briefes.
Der dritte Teil (Kapitel 6, Verse 10–18) befasst sich schließlich mit unserem Verhalten gegenüber dem Feind. Der Feind versucht uns daran zu hindern, die Segnungen zu genießen, von denen im ersten Teil des Briefes die Rede ist. Er will auch verhindern, dass die Früchte dieser Segnungen – von denen wir im zweiten Teil lesen werden – in deinem Leben sichtbar werden. Es geht also um den Kampf gegen die Macht der Finsternis.
| Das Geheimnis der Gemeinde (1–3) |
Wie bereits erwähnt gliedert sich der Epheser-Brief in zwei Teile: einen theologischen und einen praktischen. In Kapitel 1 lehrt Paulus die Christen, welche geistlichen Segnungen sie in Christus haben:
- In ihm sind sie auserwählt vor Grundlegung der Welt (1,4)
- In ihm sind sie zur Sohnschaft vorherbestimmt (1,5)
- In ihm hat er sie begnadigt (1,6)
- In ihm haben sie die Erlösung durch sein Blut (1,7)
- Er hat ihnen das Geheimnis seines Willens kundgetan (1,9)
- In ihm haben sie ein Erbe empfangen (1,11)
- In ihm sind sie versiegelt mit dem Heiligen Geist (1,13)
Im 2. Kapitel spricht Paulus von dem neuen Leben, das wir in Jesus Christus haben. Bevor wir Gott kannten, waren wir „tot durch Übertretungen und Sünden“ (2,1). Nun aber sind wir „mit Christus lebendig gemacht“ (2,5) – und das allein aus Gnade. Unsere Rettung vor dem Zorn Gottes geschieht nicht aufgrund guter Werke, die wir getan haben. Gute Werke sollen vielmehr eine Folge unserer Errettung sein.
Eph 2,8–9: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. 10 Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Paulus den Ephesern erläutert, betrifft die Stellung von Juden und Heiden. Im Alten Bund (d.h. im Alten Testament) handelte Gott ausschließlich mit den Juden, während die Heiden gewissermaßen außen vor blieben. Durch Jesus Christus gibt es diesen Unterschied in der Stellung vor Gott jedoch nicht mehr. Das Opfer Jesu am Kreuz von Golgatha gilt stellvertretend für alle Menschen, die an Jesus Christus glauben – egal, ob sie Juden oder Heiden sind. Durch die Ablehnung des Messias haben die Juden ihre besondere Vorrangstellung gegenüber den Heiden verloren.
Eph 2,13+18: „Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. 18 denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist.“
Diesen Gedanken führt Paulus in Kapitel 3 weiter aus, bevor er von seinem Gebet bzw. seinem Wunsch für die Epheser spricht. Paulus betet um vier Dinge: - Dass die Epheser am inneren Menschen gestärkt werden (3,16)
- Dass Christus in ihren Herzen wohnt (3,17)
- Dass sie Gott immer besser erkennen (Breite, Länge, Tiefe, Höhe) (3,18)
- Dass sie die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt (3,19)
Die Praxis der Gemeinde (4–6) |
Im 4. Kapitel geht Paulus zum praktischen Teil über und fordert die Epheser zunächst auf, die „Einheit des Geistes zu bewahren“ (4,2). Wie schade ist es, wenn egoistisches und gottloses Denken und Verhalten zu Parteiungen und Spaltungen in einer Gemeinde führen!
Wenn wir Jesus Christus wirklich in unser Leben aufgenommen haben, dann haben wir die Aufgabe, „nicht mehr so zu wandeln wie die übrigen Heiden“ (4,17). Denn wir haben „den alten Menschen abgelegt“ (4,22) und „den neuen Menschen angezogen“ (4,24).
Im ersten Teil von Kapitel 5 zählt Paulus noch eine ganze Reihe von Punkten auf, die ein Christ beachten sollte, wenn er dem Herrn nachfolgen will. Ab Vers 22 geht Paulus auf das Verhältnis von Mann und Frau ein. Kapitel 6 schließt direkt daran an und thematisiert das Verhältnis der Kinder zu ihren Vätern sowie der Knechte zu ihren Herren.
Ab Vers 10 spricht Paulus die „Waffenrüstung Gottes“ an, mit der wir uns im nächsten Abschnitt beschäftigen werden.
Die „Waffenrüstung Gottes“ (6) |
Paulus macht deutlich, dass es sich dabei nicht um eine Spezialausrüstung für Missionare oder Hauptamtliche handelt. Sie ist vielmehr für jeden Christen notwendig. Denn Paulus wusste, dass auf die Epheser schwere Prüfungen zukommen würden (vgl. Apg 20,29). Und das gilt auch für uns.
Im Folgenden möchte ich die sieben Bestandteile dieser Waffenrüstung kurz erläutern:
- Gürtel der Wahrheit (6,14):
Paulus fordert uns auf: „Gürte dich mit der Wahrheit!“ Die Wahrheit ist eine Person (Jesus Christus), ein Buch (die Bibel) und ein Lebensstil (die Nachfolge).
- Brustpanzer der Gerechtigkeit (6,14):
Vertraue darauf, dass Gott dich gerecht gesprochen und als sein Kind angenommen hat. Vertraue auch darauf, dass Jesus für deine Schuld am Kreuz gestorben ist. Dann brauchst du das gerechte Gericht Gottes über die Ungläubigen nicht mehr zu fürchten.
- Stiefel des Evangeliums (6,15):
Gott hat dir seinen Frieden gegeben. Stehe nun fest in diesem Frieden und erzähle anderen Menschen die Gute Nachricht.
- Schild des Glaubens (6,16):
Hier geht es um den Glauben im Alltag, also das tägliche Leben mit Jesus. Vertraue Gott in allen Lebenslagen!
- Helm des Heils (6,17):
Er spricht von der Heilsgewissheit, also dem Blick auf das Ziel. Er gibt dir die feste Gewissheit, dass dein Heil durch Christus vollendet wird.
- Schwert des Geistes (6,17):
Dieses Schwert steht bildlich für die Bibel. Es ist die einzige Offensivwaffe, die ein Christ benutzen darf. Es ist aber auch die stärkste Waffe in der geistlichen Kriegsführung. Heb 4,12: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“
- Gebet (6,18):
Das Gebet gehört nicht mehr direkt zur Waffenrüstung, ist für jeden Christen aber dennoch notwendig. Bete ernstlich und mit Ausdauer für alle Gläubigen.
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