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Bibel-Entdecker-Brief NT – 25 – 1. + 2. Petrus-Brief

Bibel-Entdecker-Brief NT – 25 – 1. + 2. Petrus-Brief

Online-Bibelkreis

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31.05.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 7,36 ff.

 

 

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht 10 – euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.

1Pet 2,9–10

Unsere Herausforderung

>> 1. + 2. Petrus-Brief <<

Zwischen den Welten


Liebe Bibel-Entdecker,


als Christen leben wir in einem ständigen Spannungsfeld. Einerseits wollen wir heilig leben und Jesus nachfolgen. Andererseits leben wir in einer Welt, die von Gott nichts wissen will. Unsere Klassenkameraden, Kommilitonen, Nachbarn und Arbeitskollegen können oft nicht nachvollziehen, warum wir bestimmte Dinge tun und andere „normale“ Dinge lieber lassen.


In gewisser Weise leben wir gleichzeitig in zwei Welten bzw. Zeitaltern: Mit unserem Körper leben wir in „diesem (irdischen) Zeitalter“ und mit unserem Geist im „zukünftigen (himmlischen) Zeitalter“. Jesus Christus sprach immer wieder von „diesem Zeitalter“ oder „dieser Weltzeit“ und von der „zukünftigen Weltzeit“ (z.B. Mt 12,32).


Dieses Zeitalter begann mit der Schöpfung und wird mit der Wiederkunft Christi und dem Jüngsten Gericht enden. Das zukünftige Zeitalter hat geistlich gesehen mit der Himmelfahrt Christi begonnen, als er seine Königsherrschaft antrat. Es wird mit der Wiederkunft Christi vollständig in Erscheinung treten. Seit Christi Himmelfahrt befinden wir uns in den letzten Tagen dieses Zeitalters. Es ist die Zeit, in der die Gemeinde aus „allen Völkern“ (Juden und Heiden) gesammelt wird (Luk 24,47).


Die Trennlinie zwischen diesem und dem zukünftigen Zeitalter ist die Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit bzw. das Jüngste Gericht (Mt 25,31). In der Grafik oben habe ich versucht, dieses sogenannte „Zwei-Zeitalter-Modell“ darzustellen.


In seinen beiden Briefen geht Petrus auf das Spannungsfeld zwischen „diesem Zeitalter“ und dem „zukünftigen Zeitalter“ ein. Als „Himmelsbürger“ wollen wir bereits jetzt nach den himmlischen Geboten des zukünftigen Zeitalters leben. Wir werden jedoch durch die in „diesem Zeitalter“ vorherrschende und auch in unserem Leben noch präsente Sünde gebremst.


Falsche Propheten und Irrlehrer sind ein Kennzeichen „dieses Zeitalters“ in den letzten Tagen – ebenso wie Spötter, die sich über unser Streben nach Heiligung lustig machen. Petrus macht jedoch deutlich, dass dieses Zeitalter ein Ende haben wird. Jesus Christus wird am letzten Tag „in Macht und Herrlichkeit“ wiederkommen und „alle Völker“ (Juden und Heiden) richten.


Für die Ungläubigen wird dieser Tag „wie ein Dieb in der Nacht“ kommen (2Pet 3,10). Für sie wird es ein Tag des Schreckens sein, denn sie werden die Strafe für ihre Sünden tragen müssen. Wer bis dahin keine Buße getan und Jesus Christus in sein Leben gelassen hat, wird verloren gehen. Wer aber an Christus glaubt, wird gerettet und darf die Ewigkeit in Gemeinschaft mit Gott verbringen. Nachdem Gott Himmel und Erde mit Feuer verbrannt hat, wird er für seine Kinder einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ erschaffen.


Möge Gott uns die Kraft und den Segen geben, noch viele Menschen zu Jesus Christus zu führen.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

21 / 22

5 / 3

64 / 67 n. Chr.

Petrus

  

Kapitel

Inhalt

1–2

Ermutigung in Verfolgung

3–4

Jesus Christus als Vorbild für einen heiligen Wandel

5

Abschließende Ermahnungen

  

Kapitel

Inhalt

1

Wandel in Gottesfurcht

2

Warnung vor falschen Lehren

3

Der Tag des Herrn


  

Fünf Arten des Leidens


Der 1. Petrus-Brief ist an Gemeinden gerichtet, die unter Verfolgung litten. Im Brief werden fünf Arten von Verfolgungen bzw. Anfechtungen aufgezählt, in denen die Christen standhaft bleiben sollen.


1 | Anfechtungen, die Gott zulässt


1Pet 1,6–7: „Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.


2 | Leiden, wenn man Gutes tut


1Pet 2,20–21: „Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber für Gutestun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott. 21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.


3 | Leiden um der Gerechtigkeit willen


1Pet 3,14a: „Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr!


4 | Leiden um des Namens des Herrn Jesus willen


1Pet 4,14: „Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht.


5 | Angriffe Satans


1Pet 5,8–9: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; 9 dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.




1. Petrus-Brief


Petrus schrieb diesen Brief, um die verfolgten Christen zu ermutigen. Er gibt ihnen praktische Ratschläge und ruft sie zur Standhaftigkeit auf.


 

Ermutigung in Verfolgung (1–2)

 

In Kapitel 1 lesen wir zunächst einen Lobpreis darüber, dass Jesus Christus uns wiedergeboren hat und uns durch seine Auferstehung eine „lebendige Hoffnung“ geschenkt hat (Vers 3). Weil Jesus Christus auferstanden ist, werden auch wir auferweckt werden. Die Freude der Auferstehung im „zukünftigen Zeitalter“ wird das Leid „dieses Zeitalters“ bei Weitem übertreffen. Deshalb ermahnt Petrus seine Leser zu einem heiligen Lebenswandel. Er erinnert sie daran, was es Christus gekostet hat, sie von der Sünde loszukaufen: sein „kostbares Blut“ (1,19).


1Pet 1,16: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!


Im ersten Teil von Kapitel 2 spricht Petrus vom neuen Leben in Christus. Petrus vergleicht die Gemeinde mit einem „geistlichen Haus“. Die Gläubigen sind einerseits „lebendige Steine“, andererseits werden sie als „heiliges Priestertum“ bezeichnet, das „geistliche Opfer“ darbringt (2,5). Jesus selbst ist der Eckstein des Hauses.


In Vers 9 bezeichnet Paulus die Gemeinde als „auserwähltes Geschlecht“, „königliches Priestertum“, „heiliges Volk“ und „Volk des Eigentums“. All diese Bezeichnungen wurden im Alten Testament auf das Volk Israel angewandt. Damit macht Petrus deutlich, dass die Juden durch die Verwerfung des Messias nicht mehr das alleinige Eigentumsvolk Gottes sind. An ihre Stelle ist seit der Himmelfahrt Christi die Gemeinde getreten. Diese umfasst nun „alle Völker“ (Mt 28,19; Juden und Heiden).


Mt 21,43: „Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.


Als Bürger des Himmels sind die Gläubigen auf Erden nur noch „Gäste und Fremdlinge“ (2,11). Als solche müssen sie sich einerseits den menschlichen Ordnungen unterordnen, andererseits aber auch durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringen“ (2,15). Als Vorbild stellt uns Petrus den Herrn Jesus vor Augen:


1Pet 2,22–24: „»Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; 23 als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. 24 Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden.


 

Jesus Christus als Vorbild für einen heiligen Wandel (3–4)

 

In Kapitel 3 werden wir zu einem geistlichen Lebensstil inmitten von Bedrängnis und Verfolgung aufgefordert. Dafür ist die Einheit in der Gemeinde von großer Bedeutung. Die Gläubigen sollen deshalb untereinander „gleichgesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig und gütig“ sein (3,8). Petrus stellt uns den Herrn Jesus als Vorbild dar (3,18–20). Diese Verse gehören zu den am schwierigsten zu interpretierenden Abschnitten im gesamten Neuen Testament. Im Folgenden möchte ich eine mögliche Interpretation vorstellen.


Christus wurde „getötet nach dem Fleisch“, drei Tage später wurde er „lebendig gemacht durch den [Heiligen] Geist“. So wie Jesus Christus das Gericht (durch Feuer) auf Erden ankündigte, so hatte er durch den Heiligen Geist auch schon Noah dazu beauftragt, das Gericht (durch Wasser) anzukündigen. Doch so wie heute die meisten Menschen die Warnung Jesu nicht ernst nehmen, so hörten auch die Menschen damals nicht auf die Warnung Noahs. Nur acht Menschen wurden durch die Sintflut gerettet, alle anderen gingen ohne Gott verloren und sind nun gewissermaßen „im Gefängnis“. Sie warten dort auf das Gericht am Jüngsten Tag.


Kapitel 4: In Joh 13,16 heißt es: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr.“ So wie Christus viel Leid ertragen musste, so wird es auch den Christen ergehen. Dass wir in der heutigen Zeit in der westlichen Welt nicht verfolgt werden, ist reine Gnade. Das kann sich jedoch jederzeit wieder ändern.


Vers 6 ist wieder schwer zu verstehen: Ich möchte folgende Interpretation vorschlagen: Der Vers bezieht sich auf Menschen, denen zu Lebzeiten das Evangelium gepredigt wurde und die an den Herrn glaubten. Wegen ihres mutigen Eintretens für die Wahrheit litten sie durch die Hände gottloser Menschen und wurden in einigen Fällen sogar zu Märtyrern. Obwohl diese Gläubigen „den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet“ wurden, wurden sie von Gott gerechtfertigt. Nun erfreuen sie sich des ewigen Lebens bei Gott.


 

Abschließende Ermahnungen (5)

 

Kapitel 5: Petrus ermahnt die Ältesten, die örtlichen Gemeinden mit Hingabe und freiwillig zu hüten. Sie sollen „Vorbilder der Herde“ sein (5,3). Im gleichen Atemzug ermahnt er die Jüngeren, sich den Ältesten unterzuordnen. In Vers 7 finden wir die Ermutigung, mit unseren Sorgen zu Jesus zu kommen, denn er sorgt für euch“.


Vers 8 warnt uns indirekt vor eigenen Wegen und fordert uns auf, bei der Herde zu bleiben. Der Teufel wird mit einem Löwen verglichen. Aus der Natur kennen wir die Jagdweise des Löwen: Er versucht, einzelne Tiere aus der Herde herauszulösen, die er dann ohne große Mühe erlegen kann.




2. Petrus-Brief


Wie alle zweiten Briefe im Neuen Testament wurde auch dieser Brief geschrieben, um vor falschen Lehren zu warnen. Außerdem will Petrus die Empfänger mit diesem Brief zu einem Leben ermutigen, das Gott die Ehre gibt.


 

Wandel in Gottesfurcht (1)

 

In Kapitel 1 stellt Petrus zunächst klar, dass Gott uns bei der Bekehrung durch den Heiligen Geist alles gegeben hat, was wir zum „Leben und zum Wandel in Gottesfurcht“ benötigen (1,3). Gott, der alles von Ewigkeit her kennt, hat den Gläubigen „kostbare Verheißungen“ gegeben, an denen sie festhalten dürfen und sollen.


Und weil wir diese Verheißungen haben, sollen wir nach den „sieben Kennzeichen des Glaubens“ wandeln, die in den Versen 5–7 genannt werden: Tugend, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausharren, Gottesfurcht, Bruderliebe (phileo) und Liebe (agape).


In Vers 16 bekräftigt Petrus seine Autorität: Er ist nicht irgendwelchen Erzählungen gefolgt, sondern war selbst Augenzeuge Jesu Christi und hat alles gesehen, was er getan hat.


 

Warnung vor falschen Lehren (2)

 

Kapitel 2: Nun kommt Petrus zu seinem eigentlichen Anliegen, der Warnung vor falschen Lehren. Zunächst warnt er die falschen Propheten und Irrlehrer: Wenn Gott die gefallenen Engel, die vorsintflutliche Welt sowie Sodom und Gomorra nicht verschont hat, dann wird er auch die falschen Propheten und Irrlehrer nicht verschonen, sondern sie am letzten Tag vor sein Gericht stellen.


In Vers 20 wird angedeutet, dass diese Gruppe Jesus Christus zunächst als Retter anerkannt hatte, dann aber durch Habgier, Ehebruch und dergleichen in die Irre gegangen ist. Anstatt Buße zu tun, wollen sie nun auch die treuen Christen vom rechten Weg abbringen.


 

Der Tag des Herrn (3)

 

Kapitel 3: In diesem Kapitel warnt Petrus vor einer zweiten Gruppe von Menschen, den Spöttern (3,3). Diese werden in den „letzten Tagen“ auftreten und „nach ihren eigenen Lüsten wandeln“. Sie werden spotten, dass das Endgericht noch nicht gekommen ist. Die „letzten Tage“ haben mit dem Kommen Jesu Christi begonnen (vgl. Hebr 1,2), sodass es solche Spötter bereits zur Zeit der Abfassung des Briefes gab.


Petrus erinnert auch hier an die Zeit vor der Sintflut und stellt einen Vergleich mit der heutigen Zeit an. So wie die damalige Welt durch Wasser vernichtet wurde, so wird die gegenwärtige Welt durch Feuer vernichtet werden (3,7).


Um die Verzögerung der Verheißungen zu rechtfertigen, erinnert Petrus die Leser in Vers 8 daran, dass Gott über der Zeit steht. Für ihn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Aber eines ist sicher: Der „Tag des Herrn“ wird kommen (3,10), und dann wird dieses Zeitalter zu Ende gehen. An diesem Tag werden sich „die Himmel in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen“ (3,12).


Gleichzeitig mit dem Ende „dieses Zeitalters“ beginnt das „zukünftige Zeitalter“.


2Pet 3,13: „Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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