Sie sind nicht verbunden. Der Newsletter enthält möglicherweise Benutzerinformationen, sodass diese möglicherweise nicht korrekt angezeigt werden.

Bibel-Entdecker-Brief NT – 26 – Johannes-Evangelium 1–10

Bibel-Entdecker-Brief NT – 26 – Johannes-Evangelium 1–10

Online-Bibelkreis

 Link

31.05.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 7,36 ff.

 

 

 

Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.

Joh 4,14

 

Unsere Herausforderung

>> Das Johannes-Evangelium (1–10) <<

Lebendiges Wasser


Liebe Bibel-Entdecker,


damit hatte die Frau in Samarien nicht gerechnet. Sie war ganz bewusst um die Mittagszeit zum Wasserholen gegangen. Denn da sie eine stadtbekannte Sünderin war, wollte sie niemandem begegnen.


Doch als sie zum Brunnen kam, saß dort bereits ein Mann. Sie wusste nicht, dass es Jesus war, der auf dem Weg von Judäa nach Galiläa war und an diesem Brunnen Rast machte. Noch erstaunter war die Frau, als Jesus sie ansprach und um Wasser zum Trinken bat (4,9).


Auf die Frage der Frau antwortete Jesus, sie solle ihn um lebendiges Wasser“ bitten (ein Bild für den Heiligen Geist). Er versicherte ihr, dass dieses lebendige Wasser“ nicht nur kurzfristig den Durst stille, sondern im Menschen zu einer Quelle von Wasser wird, das bis ins ewige Leben quillt“ (4,14). Die Frau wollte dieses lebendige Wasser“, verstand aber noch nicht, dass damit die Errettung gemeint war.


Jesus legt nun den Finger in die Wunde der Frau: Wie er den reichen Jüngling auf seinen Reichtum angesprochen hat, so spricht er die Frau auf ihre Männer an (4,16). Jetzt erkennt die Frau, dass Jesus ein Prophet“ ist. Jesus ging noch einen Schritt weiter und stellte sich der Frau als der verheißene Messias vor.


Sofort läuft die Frau in die Stadt und ruft, ohne an ihren Status als Sünderin zu denken, alle Einwohner zusammen. Viele von ihnen kommen zum lebendigen Glauben.


Joh 4,29: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ob dieser nicht der Christus ist?


Jesus Christus will auch in dein und mein Leben kommen. Er bietet auch uns das lebendige Wasser“ an. Dieses Wasser können wir im Glauben annehmen – egal, wie schlimm unsere Vorgeschichte ist.


Joh 4,42b: Wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist!

 

In seinem Evangelium beschreibt Johannes sieben öffentliche Wunder. Jedes dieser Wunder dient dazu, zu zeigen, dass Jesus Gott ist. Außerdem finden sich in diesem Evangelium die sieben Ich bin“-Worte. Johannes sagt uns ausdrücklich, dass sein Buch evangelistisch ausgerichtet ist: damit ihr glaubt“ (20,31).


Selbst wenn das Johannesevangelium das einzige Buch des Neuen Testaments wäre, würde es so viel Fleisch“ (und Milch“) des Wortes enthalten, dass wir uns ein Leben lang damit beschäftigen und darüber nachsinnen könnten. Es lohnt sich also, dieses besondere Buch der Bibel immer wieder zu lesen und zu studieren.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

4

21

80–90 n. Chr.

Johannes

  

Kapitel

Inhalt

1

Jesus Christus als das Wort

2–12

Der Dienst Jesu in der Öffentlichkeit

13–17

Jesus und seine Jünger

18–21

Jesu Leiden und Auferstehung

  

  

Die sieben Ich bin“-Worte


Es gibt mehrere Begebenheiten, in denen Jesus durch die Verwendung von Ich bin“ auf seine göttliche Autorität aufmerksam macht. Gott offenbarte sich Mose aus dem brennenden Dornbusch als der Ich bin“ (2Mo 3,14). Im Johannes-Evangelium finden die folgenden Ich bin“-Worte große Beachtung:


  1. Ich bin das Brot des Lebens.“ (6,35)
    Durch Jesus wird der Hunger nach Leben gestillt. Wie die Nahrung unsere irdische Existenz sichert, so garantiert Jesus für unser geistliches Leben aus Gott.

  2. Ich bin das Licht der Welt.“ (8,12)
    Geistlich gesehen liegt die Welt im Dunkeln. Jesus Christus öffnet uns die Augen, damit wir die geistlichen Realitäten wahrnehmen können.

  3. Ich bin die Tür.“ (10,9)
    Jesus Christus ist die Tür, durch die wir in die Herde Gottes eintreten können.

  4. Ich bin der gute Hirte.“ (10,11)
    In diesem Bild werden die Gläubigen als Schafherde und Jesus Christus als der gute Hirte dargestellt. Der gute Hirte gibt sogar sein Leben für die Schafe.

  5. Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ (11,25)
    Jesus Christus ist nach seiner Kreuzigung nicht im Grab geblieben, sondern auferstanden. Er hat die Macht des Todes überwunden. Wer sich an ihn hält, hat das ewige Leben.

  6. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (14,6)
    Der Weg zur Gemeinschaft mit Gott führt immer über das Kreuz. Denn nur durch den stellvertretenden Tod Jesu sind wir von unserer Schuld befreit und können zu Gott kommen.

  7. Ich bin der Weinstock.“ (15,5)
    Die Verbindung von Weinstock und Rebe dient der Veranschaulichung. Nur wenn wir mit dem Weinstock (Jesus Christus) verbunden bleiben, können wir geistlich Frucht bringen.




Jesus Christus als „das Wort“ (1)


Mit seinem Bericht will Johannes deutlich machen, dass Jesus Christus mehr war als ein großer Prophet, Wundertäter oder Lehrer. Er war und ist Gottes Sohn (3,16).

 

Kapitel 1: Jesus Christus wird als das Wort“ (1,1) bezeichnet, das in die Welt kommt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (1,11). Ab Vers 15 steht Johannes der Täufer im Mittelpunkt, der Jesus als Lamm Gottes“ bezeichnet, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (1,29). Ab Vers 37 lesen wir von den ersten Jüngern Jesu.




Der Dienst Jesu in der Öffentlichkeit (2–12)


Kapitel 2: Die Hochzeit zu Kana ist der Ort, an dem Jesus sein erstes Wunder vollbringt, indem er eine große Menge Wasser in Wein verwandelt. In der Bibel steht Wein oft symbolisch für Freude. Mit diesem Wunder nimmt er all jenen den Wind aus den Segeln, die behaupten, Jesus sei ein Spaßverderber und Christen hätten keine Freude im Leben.


Ab Vers 13 berichtet Johannes von der ersten Tempelreinigung. Eine zweite Tempelreinigung wird Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem in der Passahwoche durchführen (Mt 21,12–13). Hier bei Johannes sehen wir den Eifer Jesu für das Haus Gottes.


Psalm 93,5: Deinem Haus geziemt Heiligkeit, o HERR, für alle Zeiten.


Kapitel 3: Die ersten 13 Verse erzählen von Nikodemus, der nachts zu Jesus kam. Es waren die Pharisäer, die das Wirken Jesu dem Teufel zuschrieben und ihn schließlich ans Kreuz brachten. Nikodemus war offensichtlich eine Ausnahme. Aus Angst, selbst aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden, kam er nachts zu Jesus. Jesus nahm ihn liebevoll auf und eröffnete ihm ungeahnte theologische Weisheiten. Der Mensch muss von neuem geboren werden“, um das Reich Gottes sehen zu können. Durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist“ erhält man Anteil am zukünftigen Zeitalter“ (vgl. Rundbrief zum 1. Petrus-Brief).


In Vers 14 vergleicht Jesus sich mit der bronzenen Schlange, die Mose in der Wüste erhoben hat (4Mo 21,9). Alle, die auf die Schlange schauten, wurden gerettet. In Vers 16 lesen wir das Evangelium in der Nussschale“, wie Luther es nannte:


Joh 3,16: Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.


Joh 3,36: Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.


Kapitel 4: Über die Frau aus Samaria haben wir bereits in der Einleitung gesprochen. Ab Vers 43 berichtet Johannes von einem königlichen Beamten, dessen Sohn im Sterben lag. Noch während der Beamte bei Jesus stand, heilte dieser den Jungen aus der Ferne. Durch dieses Heilungswunder kam der Beamte mit seinem ganzen Haus“ zum Glauben.


Kapitel 5: Dieses Kapitel berichtet von einem Lahmen am Teich Bethesda. Der Gelähmte lag dort seit 38 Jahren. Jesus stellte ihm die einfache Frage: Willst du gesund werden?“ (5,6). Viele Menschen verneinen diese Frage. Sie wollen die Hilfe Jesu nicht annehmen und fühlen sich in ihrer bemitleidenswerten Lage vielleicht auch ganz wohl. Der Gelähmte aber wollte gesund werden. Deshalb sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher!“ (5,8)

 

Als die Juden von diesem Wunder hörten, waren sie entsetzt. Anstatt sich über die Heilung zu freuen und Gott die Ehre zu geben, sagten sie zu dem Geheilten: Es ist Sabbat; es ist dir nicht erlaubt, die Liegematte zu tragen“ (5,10). Als sie erfuhren, dass Jesus hinter der Heilung steckte, wollten sie ihn sogar töten (5,16).


Jesus hingegen setzte in Vers 17 noch einen drauf und beanspruchte, Gott gleich zu sein. Und weiter sagte er:


Joh 5,24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.


Kapitel 6: In den ersten 21 Versen lesen wir, wie Jesus eine Volksmenge von 5.000 Männern (plus Frauen und Kinder) mit fünf Broten und zwei Fischen sättigte und wie er in der folgenden Nacht auf dem Wasser ging.


Ab Vers 32 wendet sich Jesus an die Volksmenge, die ihm gefolgt ist. Er vergleicht sich mit dem Manna, das das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten gegessen hat (2Mo 16,4). Während dieses Brot den Hunger nur für kurze Zeit stillen konnte, kann Jesus den (geistlichen) Hunger dauerhaft stillen. Die einen erkennen in ihm den Messias (6,68–69), die anderen stoßen sich an seiner harten“ Rede und ziehen sich aus der Nachfolge zurück (6,66).


Joh 6,35: Ich bin das Brot des Lebens.  Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.


Joh 6,54: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.


Kapitel 7: Selbst die leiblichen Halbgeschwister Jesu glaubten damals nicht an ihn (7,5). Im Mittelpunkt steht das Laubhüttenfest in Jerusalem. Das Fest dauerte sieben Tage und in dessen Mitte trat Jesus öffentlich im Tempel auf und lehrte das Volk (7,14). Im anschließenden Streitgespräch mit den Juden entlarvt Jesus deren falsches Denken über den Sabbat: Die Beschneidung von Kindern ist an diesem Tag erlaubt, die Heilung von Menschen jedoch nicht.


Am letzten Tag des Festes trat Jesus noch einmal in die Öffentlichkeit und verkündete die Botschaft, die er bereits im vierten Kapitel der Frau aus Samarien verkündet hatte.


Joh 7,38: Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.


Auch diese Botschaft führte zur Spaltung der Volksmenge und verärgerte die Pharisäer – mit Ausnahme von Nikodemus, der in Kapitel 3 nachts zu Jesus kam.


Das Kapitel endet in Vers 52 mit der falschen Behauptung der Juden, aus Galiläa sei kein Prophet hervorgegangen. Damit zeigten sie wieder einmal ihre Unwissenheit. Hatten sie nie von Jona gelesen? Er stammte aus Galiläa.


Kapitel 8: Johannes berichtet von einer Ehebrecherin, die auf frischer Tat ertappt wurde. Die Juden brachten sie zu Jesus und wollten, dass er bestätigt, dass sie gemäß dem Gesetz des Mose gesteinigt werden müsse. Doch Jesus reagierte unerwartet. Zunächst schrieb er etwas in den Sand. Was genau er schrieb, ist nicht überliefert. Vielleicht waren es die Namen der Juden, die in dieser Hinsicht ebenfalls keine weiße Weste hatten. Dann spricht Jesus:


Joh 8,7: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!


Dieses Wort hat gewirkt. Offensichtlich hatten die Juden mit zweierlei Maß gemessen und wollten der Ehebrecherin eine Strafe auferlegen, die sie selbst hätte treffen müssen. Außerdem: Wenn die Frau auf frischer Tat ertappt wurde, wo war dann der Mann? Von ihrem Gewissen überführt, verließen die Juden nacheinander die Bildfläche.


Nach dieser Begebenheit spricht Jesus im Tempel das zweite Ich bin“-Wort:


Joh 8,12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.


Der weitere Verlauf des Kapitels schildert ausführlich eine Diskussion zwischen Jesus und den Pharisäern. Diese gipfelt in einer Aussage Jesu, mit der er sich erneut Gott gleichstellt.


Joh 8,58: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich!


Kapitel 9: Aus jüdischer Sicht konnte nur der Messias einem Blindgeborenen die Augen öffnen. Deshalb fragten die Pharisäer den Geheilten immer wieder, warum er nun sehen könne. Die jüdische Elite konnte nicht akzeptieren, dass Jesus genau der Messias war, auf den sie seit Jahrhunderten gewartet hatten.


Der Blinde selbst wurde nicht nur von seiner körperlichen, sondern auch von seiner geistlichen Blindheit geheilt. In den Versen 30–33 belehrte er die Juden nämlich sehr deutlich über das Wunder und über die Person Jesu. Daraufhin wurde er aus der Synagoge ausgestoßen.


Kapitel 10: Jesus beginnt erneut, das Volk zu lehren. Er beschreibt die Gläubigen als Herde von Schafen, die in einem geschützten Gehege lagern. Jesus selbst bezeichnet sich in diesem Bild als die Tür und als den guten Hirten.


Joh 10,9: „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

 

Joh 10,11: Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.


In Vers 16 geht Jesus auf einen weiteren interessanten Aspekt ein, indem er von anderen Schafen“ spricht. Damit sind zum einen die Schafe aus dem Volk Israel und zum anderen die Schafe aus den Nationen gemeint. Jesus macht deutlich, dass die beiden Herden in Christus zu einer Herde zusammengeführt werden und dass es keine Trennung mehr zwischen Gläubigen aus den Juden und Gläubigen aus den Heiden geben wird.


Joh 10,16b: Und es wird eine Herde und ein Hirte sein.

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.

Vom Newsletter abmelden: Abmelden