Sie sind nicht verbunden. Der Newsletter enthält möglicherweise Benutzerinformationen, sodass diese möglicherweise nicht korrekt angezeigt werden.

Bibel-Entdecker-Brief AT – 11 – 4. Mose (Numeri) 1-15

Bibel-Entdecker-Brief AT – 11 – 4. Mose (Numeri) 1-15

Online-Bibelkreis

 Link zu Zoom

20.09.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas-Evangelium

 

 

Lasst uns doch hinaufziehen und [das Land] einnehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen!

4. Mose 13,30

Unsere Herausforderung

>> 4. Mose (Numeri) 1-15 <<

Ein Buch der Warnung


Liebe Bibel-Entdecker,


ein bekanntes Sprichwort lautet:


„Die Geschichte lehrt den Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt.“

(Mahatma Gandhi)


In den kommenden zwei Wochen wollen wir uns mit dem 4. Buch Mose (Numeri) beschäftigen. In diesem Bibelbuch wird ein Wesenszug Gottes deutlich, der sich durch die ganze Bibel zieht: die Liebe zur Ordnung. Gott will kein Chaos, sondern Ordnung. Deshalb wird in Kapitel 2 die Lager- und Marschordnung des Volkes Gottes sehr genau beschrieben. Im Neuen Testament bestätigt Gott diesen Wesenszug:

 

1Kor 14,33:Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens (…)“.


Außerdem ist uns dieses Buch als Mahnung gegeben. Denn es berichtet von der 39-jährigen Gerichtszeit Israels in der Wüste. Der Apostel Paulus geht im Neuen Testament auf dieses biblische Buch ein, wenn er schreibt:


1Kor 10,6:Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden, so wie jene begierig waren.


Dann greift er mehrere Begebenheiten aus dem 4. Buch Mose auf, um die Christen zu warnen. „Werdet auch nicht Götzendiener!“, „Lasst uns auch nicht Unzucht treiben!“, „Lasst uns auch nicht Christus versuchen!“, „Murrt auch nicht!


Die Begebenheiten aus dem 4. Buch Mose sollen auch uns zur Warnung dienen. Möge sich das eingangs erwähnte Sprichwort in unserem Leben nicht bewahrheiten! Halten wir uns lieber an das Wort des Paulus: „damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden“, sondern das Wort Gottes zu Herzen nehmen.

 

Der lateinische Name des Buches „Numeri“ (Zahlen) kommt übrigens daher, dass sich in den 36 Kapiteln viele Zahlenlisten finden, allen voran die Volkszählungen am Anfang (Kapitel 1) und am Ende (Kapitel 26).


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

AT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

4

36

ca. 1400 v. Chr.

Mose

  

Kapitel

Inhalt

1–10

Das Volk Israel am Sinai: Vorbereitungen für den Aufbruch

11–12

Beginn der Wüstenreise

13–15

Kundschafter in Kanaan

16–25

Die Auflehnung des Volkes und die Wüstenreise

26–36

Vorbereitungen für den Einzug der neuen Generation ins Land Kanaan

 

  

Die meisten Ereignisse in 4. Mose spielen sich in der Wüste ab. Das Volk ist gezwungen, 40 Jahre lang wie Nomaden zu leben, obwohl es seinen Standort nur selten wechselt. In Kapitel 33 finden wir eine vollständige Auflistung der Reiseaktivitäten. In den 40 Jahren in der Wüste bauten die Israeliten ihre Lager etwa 40 Mal ab und wieder auf.


Der größte Teil des Buches ist den Ereignissen gewidmet, die zum Scheitern des ersten Versuchs führten, das verheißene Land einzunehmen. Auch der zweite Versuch der Landnahme, fast 40 Jahre später, wird ausführlich geschildert. Die 39 verlorenen Jahre dazwischen werden hingegen kaum erwähnt. Diese Knappheit der Berichterstattung unterstreicht die Tragik der Umstände nur noch mehr.




Das Volk Israel am Sinai: Vorbereitungen für den Aufbruch (1–10)


Zählung und Aufstellung der Stämme (1–2)

4Mo 1,2–3:Ermittelt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israels, nach ihren Geschlechtern und ihren Vaterhäusern, unter Aufzählung der Namen; alles, was männlich ist, Kopf für Kopf, 3 von 20 Jahren an und darüber, alle kriegstauglichen Männer in Israel; und zählt sie nach ihren Heerscharen, du und Aaron.


Zu Beginn des Buches befinden wir uns zeitlich ein Jahr und einen Monat nach dem Auszug der Kinder Israel aus Ägypten und einen Monat nach der Errichtung der Stiftshütte. Das Volk Israel sollte bald seine Reise vom Berg Sinai in das verheißene Land antreten. Deshalb war es wichtig, dass es in geordneten Heeresverbänden organisiert war. Zu diesem Zweck ordnete Gott eine Volkszählung an.


Anzahl und Pflichten der Leviten (3–4)


In den Kapiteln 3 und 4 geht es um den Dienst der Leviten, die bei der eingangs erwähnten Zählung nicht berücksichtigt wurden. Der Stamm Levi war von Gott für den Dienst am Heiligtum ausgesondert worden. Ursprünglich hatte Gott bestimmt, dass ihm selbst alle Erstgeborenen gehören sollten, doch später erwählte er an ihrer Stelle den Stamm Levi für den göttlichen Dienst. Levi hatte drei Söhne: Gerschon, Kahat und Merari. Ihre Nachkommen sollten sich um die Stiftshütte und ihre Ausstattung kümmern.


Reinheit im Lager (5)


In diesem Abschnitt geht es um die Vorsichtsmaßnahmen, die die Israeliten ergreifen sollten, um das Lager frei von Verunreinigungen zu halten. Dies war von hoher Bedeutung, denn Gott wandelte inmitten des Lagers.


Das Gesetz für Nasiräer (6)

Das Wort „Nasiräer“ stammt von einer Wurzel, die „trennen, absondern“ bedeutet. Ein Nasiräer-Gelübde war ein freiwilliges Gelübde, das ein Mann oder eine Frau für eine bestimmte Zeit ablegen konnte. In seltenen Fällen waren Menschen lebenslang Nasiräer, beispielsweise Samuel, Simson und Johannes der Täufer.


Das Gelübde umfasste drei Bestimmungen: 

  1. Ein Nasiräer durfte keine Produkte des Weinstocks zu sich nehmen (6,2–4). 
  2. Er durfte sein Haar nicht schneiden (6,5).
  3. Er durfte sich keinem Leichnam nähern (6,6–8).

Am Ende des Kapitels steht der priesterliche Segen, mit dem Aaron das Volk Israel segnen sollte.


4Mo 6,24–26:Der HERR segne dich und behüte dich! 25 Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig! 26 Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!




Beginn der Wüstenreise (11–12)


Mit Kapitel 10, Vers 11 beginnt ein neuer Abschnitt des Buches. 


4Mo 10,11:Und es geschah am zwanzigsten Tag, im zweiten Monat des zweiten Jahres, da erhob sich die Wolke über der Wohnung des Zeugnisses.


Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Volk am Berg Sinai gelagert. Von Kapitel 10,11 bis Kapitel 21 wird die Reise vom Berg Sinai in die Ebene Moab, kurz vor dem Heiligen Land, geschildert. Diese Reise dauerte fast 40 Jahre.


Leider lesen wir bereits in Kapitel 11 vom Murren des Volkes. Es sehnte sich nach den „Gurken und Melonen“ Ägyptens zurück. Natürlich war das Leben in der Wüste nicht einfach. Hatten sie etwa schon vergessen, wie sie unter dem Pharao von Ägypten geknechtet und ausgebeutet wurden?


Ein Kapitel später lesen wir von einer weiteren Auflehnung, diesmal von Mirjam und Aaron, den Geschwistern Moses.


4Mo 12,2:Redet denn der HERR allein zu Mose? Redet er nicht auch zu uns?


Als Folge dieser Auflehnung entbrennt der Zorn Gottes über Mirjam, sodass sie aussätzig wie Schnee“ wird. Durch die Fürbitte Moses wurde Mirjam wieder geheilt.




Kundschafter in Kanaan (13–14)


Gott beauftragte Mose, das Land Kanaan zu erkunden. Zwölf Männer (einer aus jedem Stamm) sollten sich auf den Weg machen und dem Volk anschließend Bericht erstatten. Nach 40 Tagen kehrten sie zurück.


4Mo 13,27–28:Wir sind in das Land gekommen, in das du uns sandtest, und es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies ist seine Frucht. 28 Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr fest und groß. Und wir sahen auch Söhne Enaks dort.


Soweit die Fakten. Noch waren sich alle Kundschafter einig. Doch bei der nun folgenden Interpretation der Fakten bildeten sich zwei Lager. Auf der einen Seite standen Josua und Kaleb:


4Mo 13,30: "Lasst uns doch hinaufziehen und [das Land] einnehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen!"


Sie vertrauten darauf, dass der allmächtige Gott, der ihnen das Land verheißen hatte, sie auch sicher dorthin führen würde. Im anderen Lager standen die übrigen zehn Kundschafter. Ihre Botschaft lautete:


4Mo 13,31: "Wir können nicht hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist stärker als wir!"


So brachten sie das Land in Verruf bei den Kindern Israel. Das ganze Volk murrte gegen Mose:


4Mo 14,2: "Ach, dass wir doch im Land Ägypten gestorben wären oder noch in dieser Wüste sterben würden!"


Zu diesem Zeitpunkt war ihnen die Tragweite ihrer Worte wohl noch nicht bewusst. Doch genau so sollte es kommen. Denn der Zorn des Herrn entbrannte noch einmal über das ganze Volk Israel:


4Mo 14,22–23: "Keiner der Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und die mich nun schon zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben, 23 [keiner] soll das Land sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe; ja, keiner soll es sehen, der mich verachtet hat!"


4Mo 14,29: "Eure Leichname sollen in dieser Wüste fallen und alle eure Gemusterten, die ganze Zahl, von 20 Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt."


Diese Rebellion des Volkes führte also dazu, dass Gott ein 40-jähriges Gericht über sie verhängte.


Erstaunlicherweise stellt Gott in Kapitel 15 trotz dieser Rebellion Opferbestimmungen für das Land Kanaan auf. Er ist nach wie vor gewillt, sein Volk in das verheißene Land zu führen – und er wird es auch tun. Aber erst mit der nächsten Generation.

– Häufige Fragen –

Waren wirklich so viele Menschen auf der Wüstenwanderung?

 

Während der Wüstenwanderung wurden zwei Volkszählungen durchgeführt (1,46 und 26,51). Beide Male lag die Zahl der wehrfähigen Männer bei über 600.000


Wir können also davon ausgehen, dass die Bevölkerung Israels während der gesamten Wüstenwanderung mehr als 2,5 Millionen betrug. Aus natürlicher Sicht erscheint es unmöglich, so viele Menschen in der Wüste zu ernähren und zu versorgen. 


Bevor wir jedoch auf die Idee kommen, Mose habe die Zahlen gefälscht, sollten wir die folgenden Faktoren berücksichtigen:

  1. Gott versorgte Israel während dieser 40 Jahre auf übernatürliche Weise (5 Mo 8,1–5). 

  2. Gott gab auch sanitäre Vorschriften, um Gesundheitsprobleme zu vermeiden, die unter diesen Umständen auftreten konnten.

  3. Während der 40 Jahre in der Wüste verlegten die Israeliten ihr Lager etwa 40 Mal. Da sie jeweils nur ein Jahr an einem Lagerplatz verbrachten, konnten die Viehherden ausreichend mit Futter versorgt werden und die Verunreinigungen, die das Volk verursachte, hielten sich in Grenzen. 

Jede Volkszählung sollte genaue Auskunft über die Größe der Bevölkerung geben. Daher sind die angegebenen Zahlen wörtlich zu nehmen.


(Aus: John F. MacArthur, Basisinformationen zur Bibel, CLV-Verlag)

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 


Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.


Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Terminserie in Google-Kalender oder Apple-Kalender übernehmen.

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.

Vom Newsletter abmelden: Abmelden